Flucht und Migration / Sozialpolitik

BW: Mentorinnen-Programm für Migrantinnen geht in die nächste Runde

Frauen unterschiedlicher Herkunft sitzen im Kreis und sprechen und lachen miteinander und schauen auf ein Smartphone.
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Mit dem Mentorinnen-Programm unterstützt das Land Baden-Württemberg Migrantinnen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Als Mentorinnen können sich berufstätige Frauen, möglichst mit eigenem Migrationshintergrund, beteiligen, die mindestens zwei Jahre Erfahrung im Job mitbringen. Das Programm wurde 2017 gestartet und wird auch dieses Jahr fortgesetzt. Die zentrale Auftaktveranstaltung zum Programm findet am 21. März 2020 in Stuttgart statt.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau unterstützt Frauen mit Migrationshintergrund dabei, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Migrantinnen haben es oft schwerer, eine Beschäftigung zu finden und sich eine berufliche Zukunft aufzubauen. Das Mentorinnen-Programm für Migrantinnen bringt Frauen, die sich Unterstützung wünschen, mit Mentorinnen zusammen, die ihre eigenen Erfahrungen und Kompetenzen weitergeben können.

Das Programm wurde 2017 gestartet und ist seit diesem Jahr fester Bestandteil des Angebots der Kontaktstellen Frau und Beruf. „Ich freue mich, dass wir das Mentorinnen-Programm zu einem festen Angebot der Kontaktstellen Frau und Beruf machen konnten. Unser Land bietet eine Fülle beruflicher Möglichkeiten für Migrantinnen, umso wichtiger ist es, dass wir sie beim Einstieg in den Arbeitsmarkt bestmöglich unterstützen“, sagte Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Mentees profitieren bei Bewerbung und Jobsuche

Die Evaluierungsergebnisse des Jahrgangs 2019 zeigen: Mentees und Mentorinnen waren hoch zufrieden. Die Mentees konnten vom Wissen und den Erfahrungen der Mentorinnen bei der Bewerbung und Jobsuche profitieren, sie lernten, ihre eigenen Stärken und Schwächen einzuschätzen und wurden auf dem Arbeitsmarkt aktiv. Rund 45 Prozent der Mentees fanden einen Arbeitsplatz. „Das ist ein beachtlicher Erfolg. Alle Frauen, deren Interesse geweckt ist, können sich für das diesjährige Mentoring noch bewerben. Die Rückmeldungen zeigen ganz deutlich: Das Mentorinnen-Programm ist für die Teilnehmerinnen und auch für die Unternehmen eine große Bereicherung“, erklärte die Ministerin. „Diesen erfolgreichen Weg möchten wir weitergehen und rufen deshalb auch alle Unternehmen auf, sich an dem Programm zu beteiligen.“

Ablauf des Programms

Der Mentoringprozess ist auf sechs bis acht Monate angelegt. Als Mentee können sich Frauen mit Migrationshintergrund bewerben, die aufgrund ihres Aufenthaltsstatus einen Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt haben und über eine berufliche Qualifikation verfügen. Außerdem sollten sie über Deutschkenntnisse auf Sprachniveau B1 verfügen und erste Schritte zur Orientierung am Arbeitsmarkt unternommen haben.

Als Mentorinnen können sich berufstätige Frauen, möglichst mit eigenem Migrationshintergrund, beteiligen, die mindestens zwei Jahre Erfahrung im Job mitbringen. Das Mentorinnen-Programm wird von der Service- und Koordinierungsstelle des Landesprogramms der Kontaktstellen Frau und Beruf koordiniert. Das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf berät seit 1994 Frauen in allen beruflichen Belangen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erschließung des Fachkräftepotentials von Frauen und zur Gleichstellung von Frauen im Beruf.

Weitere Informationen zum Programm finden sich bei der Kontaktstelle Frau und Beruf

Wirtschaftsministerium: Einladung zur Auftaktveranstaltung am 21. März 2020 in Stuttgart (PDF)

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg vom 05.02.2020

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