Flucht und Migration / Sozialpolitik

Bremen: Mehr Plätze für Geflüchtete im Projekt „Zukunftschance Ausbildung“

Vier Auszubildene stehen vor einem Lehrer, der etwas erklärt
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Zum fünften Mal haben junge Geflüchtete in Bremen die Möglichkeit, an einer Einstiegsqualifizierung teilzunehmen, die ihnen den Weg in eine Berufsausbildung erleichtern soll. Im Herbst 2018 werden bis zu 250 Plätze zur Verfügung stehen – zehnmal mehr als beim Projektstart in 2014. Am 2. März fand eine Informationsveranstaltung für junge Geflüchtete, Ehrenamtliche und alle Interessierten statt.

Das Projekt „Zukunftschance Ausbildung“ bietet jungen Geflüchteten die Möglichkeit, durch eine Einstiegsqualifizierung den Weg in eine Berufsausbildung zu finden. In diesem Jahr geht das Projekt bereits in die fünfte Runde – dieses Mal aber in der bisher größten Dimension. Bis zu 250 Plätze für Einstiegsqualifizierungen sollen in diesem Herbst besetzt werden. Somit kann sich die Anzahl der zu besetzenden Plätze im Vergleich zum Projektbeginn im Jahre 2014 verzehnfachen. Durch die enge Kooperation zwischen der Handelskammer Bremen, der Handwerkskammer Bremen sowie zahlreichen Betrieben der Privatwirtschaft und des bremischen öffentlichen Dienstes wird ein breites Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten für die jungen Menschen zur Verfügung stehen. Die angebotene Berufsvielfalt reicht vom Bäcker über die Fachinformatikerin bis zur Fachkraft für Lagerlogistik. Auch Kaufleute für Büromanagement, Medizinische Fachangestellte, Elektronikerinnen, Restaurantfachleute und viele andere Berufe werden im Rahmen dieses Projektes ausgebildet.

Informationsveranstaltung zum Projektstart

Zum Auftakt fand am 2. März, eine Informationsveranstaltung für junge Geflüchtete, ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer, Mentorinnen und Mentoren und alle Interessierten statt. Das Aus- und Fortbildungszentrum für den bremischen öffentlichen Dienst (AFZ), das für die Organisation und Umsetzung des Projektes zuständig ist, hieß alle Interessierten willkommen. Betriebe und Dienststellen stellten sich und ihre Ausbildungsberufe vor, während die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AFZ Vorträge über den Ablauf der Einstiegsqualifizierung hielten. Gleichzeitig stand das Bremer und Bremerhavener IntegrationsNetz für ausländerrechtliche Fragen zur Verfügung und die Agentur für Arbeit bzw. die Jugendberufsagentur informierte über die Rahmenbedingungen für die Aufnahme einer Einstiegsqualifizierung.

Das Projekt „Zukunftschance Ausbildung“

Seit 2014 besteht in Bremen für junge geflüchtete Menschen die Möglichkeit, im Rahmen des Projektes „Zukunftschance Ausbildung“ eine qualifizierte Berufsausbildung zu absolvieren. Der Ausbildung ist eine einjährige Einstiegsqualifizierung vorgeschaltet. So werden die Teilnehmenden auf die berufliche Praxis vorbereitet und besuchen nebenbei die Berufsschule sowie einen Sprachkurs, um die deutsche Sprachkompetenz zu verbessern. Bei erfolgreichem Verlauf der Einstiegsqualifizierung ist eine Übernahme in eine duale Berufsausbildung vorgesehen.

Über das AFZ

Das AFZ ist das Aus- und Fortbildungszentrum für den bremischen öffentlichen Dienst. Es ist zuständig für die Ausbildung und Fortbildung für die bremische Verwaltung und ihre Beschäftigten und für die Beratung und Unterstützung von Dienststellen – insbesondere, wenn es um nachhaltige Modernisierung der Verwaltung geht. Das AFZ gehört zum Geschäftsbereich der Senatorin für Finanzen, die unter anderem für das ressortübergreifende Personal- und Verwaltungsmanagement zuständig ist.

Quelle: Senat der Hansestadt Bremen vom 27.02.2018

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