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Unison-Bericht: "Der Zusammenbruch der Jugendhilfe in UK"

Das Bild zeigt Tabellen, Geldscheine und einen Taschenrechner.

Unison, die größte Gewerkschaft Großbritanniens, hat einen neuen Untersuchungsbericht mit dem Titel "A Future at Risk: Cuts in Youth Service" veröffentlicht, der in Großbritannien für Schlagzeilen sorgt. Die darin veröffentlichten Zahlen für den Zeitraum zwischen 2010 und 2016 geben zu denken: £387 Millionen Kürzungen bei den Ausgaben für Jugendhilfe.

Neben Kürzungen von £387 Millionen bei den Ausgaben für Jugendhilfe werden unter der Überschrift "The collapse of youth services in the UK" weitere Streichungen aufgelistet: Personalabbau im Umfang von mehr als 3600 Stellen, Schließung von über 600 Jugendzentren und der Wegfall von 140 000 Plätzen für Jugendliche.

Auch für die Jahre 2016/17 stellt der Unison-Bericht eine düstere Prognose auf: £26 Millionen weitere Kürzungen für die Jugendhilfe, Verlust von weiteren 800 Arbeitsplätzen im Jugendhilfebereich und die Schließung von 30 weiteren Jugendzentren.

All dies geschieht laut Unison zu einem Zeitpunkt, zu dem junge Menschen dringend der Unterstützung bedürfen. Fast 28 % der 16- und 17-jährigen und mehr als 12% der 18- bis 24-jährigen sind arbeitslos. 77% der Jugendarbeiter/-innen berichten von zunehmenden psychischen Gesundheitsproblemen unter Jugendlichen und 85% berichten von zunehmender Kriminalität und antisozialem Verhalten. Nicht überraschend ist, dass die Kürzung besonders benachteiligte Jugendliche treffen.

Der Bericht “A Future at Risk: Cuts in Youth Service” (PDF 251 KB) kann auf der  Webseite von Unison heruntergeladen werden.

Weitere Medien, in denen der Unison-Bericht besprochen wurde:

Quelle:  DIJA

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