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Gesundheit / Europa

TACTICS-Projekt: Verfahren zur Stärkung der Kindersicherheit in europäischen Nationen

Fahrradunfall
Bild: © Anatoliy Samara - Fotolia.com

Im Herbst 2014 legte die European Child Safety Alliance zahlreiche Ergebnisdokumente zum dreijährigen europäischen "TACTICS" Projekt vor. TACTICS – Tools to Address Childhood Trauma, Injury and Children’s Safety – hat Chancen und Grenzen von Verfahren zur Stärkung der Kindersicherheit in den europäischen Nationen ausgelotet.

So wurden Nationale Aktionspläne zur Verletzungsprävention in den mitwirkenden 31 Ländern auf den Weg gebracht und bewertet, Kindersicherheits-Gutachten für die Nationen erstellt, ein vergleichendes Länder-Ranking vorgenommen und die Machbarkeit eines sog. Kindersicherheits-Index überprüft. Ergänzt wurden diese Prozesse mit Fallstudien, Regionalanalysen und Verfahren zur Bewertung von "Good Practice".

Im sogenannten "AIM"-Prozess – Adoption, Implementation and Monitoring of Interventions for Child Safety – wurden Faktoren herausgearbeitet, die erfolgreiche Kindersicherheits-Aktivitäten begünstigen. Diese Gelingensfaktoren sind: Klare Leitung und Regiefunktion; Koordination und Zusammenarbeit; Finanzielle Absicherung; Fachkompetenz; Verfügbare Daten; Zielführende Präventionsstrategien; Förderliche Rahmenbedingungen und Settings; Sichtbarkeit.

Im Ländervergleich hat Deutschland gut abgeschnitten und einen "Smiley" für die Entwicklung der Kindersicherheit erhalten. Es sind aber auch noch nicht ausgeschöpfte Präventionspotenziale für Deutschland zu erkennen, denn die Niederlande, Großbritannien und Schweden haben noch besser abgeschnitten. Nicht zuletzt ist bei der Unfallprävention in Heim und Freizeit und bei der Erreichung von Chancengerechtigkeit für die Sicherheit aller Kinder – egal aus welchem sozialen oder kulturellen Kontext sie kommen – noch viel zu tun.

Die kompletten TACTICS-Materialien

Quelle: Newsletter 2014/4 der BAG Mehr Sicherheit für Kinder vom 8.12.2014