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Gesundheit / Europa

Synthetische Drogen: EU-Kommission fordert schärfere Vorschriften

Bunte Tabletten

Psychoaktive Substanzen wie sogenannte Designerdrogen verbreiten sich in wachsender Zahl in Europa, wie ein am 11. Juli veröffentlichter Bericht zeigt.

Fünf Prozent aller europäischen Jugendlichen haben sie bereits probiert. Synthetische Drogen imitieren die Wirkung "herkömmlicher" Drogen wie Heroin oder Kokain und können ebenso gefährlich sein wie verbotene Substanzen, werden aber häufig legal vertrieben. "Die neuen synthetischen Drogen werden mit einer nie dagewesenen Geschwindigkeit in ganz Europa verbreitet. Sie können giftig sein, machen süchtig und haben langfristige schädliche Wirkungen“, sagte die für das Ressort Justiz zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission Viviane Reding. "Wir müssen auf EU-Ebene handeln. Die Vorschriften müssen verschärft werden, um die Jugendlichen vor diesen gefährlichen Drogen zu schützen."

Allein 2010 wurden die Rekordzahl von 41 neuen psychoaktiven Substanzen in Europa bekannt. Hierzu gehörten eine pflanzliche Substanz, synthetische Derivate bekannter Drogen und sogenannte „Designerdrogen“. In einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage gaben fünf Prozent der jugendlichen Europäer an, Erfahrungen mit synthetischen Drogen zu haben. In Deutschland sind es vier Prozent, von denen fast die Hälfte über Freunde Zugang zu "neuen" Drogen bekam. 18 Prozent kauften sie im Internet. 94 Prozent der befragten deutschen Jugendlichen sprachen sich für eine Regulierung oder ein Verbot der synthetischen Drogen aus.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Quelle: PM der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vom 11.07.2011

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