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Kinderschutz / Europa

Studie aus der Schweiz: Länderübergreifender Vergleich von wirksamen Kindesschutzsystemen

Kugelschreiber liegt auf Ringordner
Bild: © emily2k - Fotolia.com

Der neu gegründete „Schweizerische Fonds für Kinderschutzprojekte“ hat bei der Berner Fachhochschule eine Studie in Auftrag gegeben. Ziel war es, den aktuellen Stand der Bereitstellung von wirksamen Kindesschutzsystemen in verschiedenen Ländern zu analysieren, gute Praxis auf internationaler Ebene zu vergleichen und hinsichtlich der Anwendung in der Schweiz zu untersuchen.

Kinder effizient vor Gewalt und Missbrauch zu schützen ist das erklärte Ziel aller Länder, die die UNOKinderrechts- Konvention unterschrieben haben. Gerade aber föderalistisch organisierte Nationen sehen sich bei der Schaffung eines effektiven und breitflächig greifenden Kindesschutzsystems vor spezifische Herausforderungen gestellt - das gilt auch für die Schweiz, wo die Verantwortung für den Kindesschutz hauptsächlich bei den Kantonen und Gemeinden liegt. Dies ist vorteilhaft, weil damit auf lokale Bedürfnisse eingegangen wird, kann aber in Bezug auf die Übersicht und die Koordination herausfordernd sein. Hier kann es sich lohnen, einen Blick über die eigenen Grenzen hinaus zu werfen und zu analysieren, wie andere Länder sich dieser anspruchsvollen Aufgabe annehmen und was dabei ganz besonders erfolgsversprechend ist. Länderübergreifender Vergleich von wirksamen Kindesschutzsystemen

International angelegte Studie vergleicht Kindesschutzsysteme aus fünf Ländern

Aus diesem Grund hat der neu gegründete „Schweizerische Fonds für Kinderschutzprojekte“ bei der Berner Fachhochschule eine Studie in Auftrag gegeben.

In einem ersten Schritt führten lokale Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen Analysen in fünf ausgewählten Ländern durch (Australien, Deutschland, Finnland, Schweden und Vereinigtes Königreich). In einem zweiten Schritt wurden die Ergebnisse mit einer Expertengruppe, zusammengesetzt aus Schweizer Fachleuten aus den Bereichen Recht, Wissenschaft und Praxis, weiteren Untersuchungen und Auswertungen hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit in der Schweiz unterzogen und Empfehlungen für die Schweiz abgeleitet.

Eine Kurzübersicht der 14 Ergebnisse und die gesamte Studie sind auf kinderschutzfonds.ch/publikationen/ in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch herunterladbar.

Hintergrundinformation

Der gemeinnützige Verein „Schweizerischer Fonds für Kinderschutzprojekte“ (vormals PPP – Programme National pour la Protection de l’Enfant), identifiziert und unterstützt evidenzbasierte Präventions- und Trainingsprojekte mit messbaren Resultaten. Gleichzeitig werden angewandte Forschungsprojekte gefördert, die Wissenslücken im Bereich erfolgreicher Präventionsarbeit schliessen sollen. Durch die aktive Verbreitung der Resultate, Erkenntnisse und Erfahrungen soll mittelfristig ein Wissensnetzwerk gebildet werden, das allen im Kinderschutz tätigen Akteuren zugute kommt und so einen Beitrag leistet, den Kinderschutz nachhaltig zu verbessern. Der Verein bündelt, in Form einer „Public-Private-Partnership“, das Wissen und bestehende Netzwerke von öffentlichen und privaten Trägern und ergänzt mit seinen Aktivitäten bestehende Strukturen und Organisationen im Bereich des Kinderschutzes.

Quelle: Schweizerischer Fonds für Kinderschutzprojekte vom 06.09.2012

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