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Robert-Bosch-Stiftung startet "Initiative Jugend denkt Europa"

Jugendliche von Portugal bis Estland, von Schweden bis Italien entwickeln Visionen für die Zukunft - und geben Europa neuen Schwung: Jugend denkt Europa, eine Initiative der Robert Bosch Stiftung, ist das größte Projekt, das Jugendliche am europäischen Dialog beteiligt.

Bis Ende 2010 werden über 1.000 Jugendliche aus ganz Europa einen gemeinsamen "Aktionsplan: New Energy for Europe" formulieren, den sie an die schwedische und spanische Ratspräsidentschaft übergeben. "Jugend denkt Europa verankert eine neue politische Kultur in Europa", so Dieter Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung. "Die Initiative schafft einen neuen Ort für politische Diskussionen - sowohl der Jugendlichen untereinander als auch mit der etablierten Politik."

Herzstück von Jugend denkt Europa ist das Innovationsspiel: In viertägigen Workshops entwickeln die Jugendlichen Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung in Europa. Sie gründen Parteien, formulieren ihr eigenes Wahlprogramm und diskutieren ihre Ideen mit Europapolitikern und Bundestagsabgeordneten. Zeitgleich zu den Innovationsspielen in Deutschland finden die Projektwochen in jeweils einem europäischen Partnerland statt. Ein besonderer Schwerpunkt der Initiative liegt auf der Online-Community: "You Tube, StudiVZ und Twitter - gerade junge Menschen organisieren sich immer mehr außerhalb der etablierten politischen Systeme. Sie diskutieren in Onlineforen und vernetzen sich über Internetplattformen", so Berg. "Bei Jugend denkt Europa tauschen sich die Jugendlichen via Online-Forum über ihre Ergebnisse aus und führen einen europaweiten politischen Dialog über die Zukunft der EU. Auf diese Weise wird die Initiative zu einem Ort der Begegnung der europäischen Jugend."

Bei der Pilotphase 2008 diskutierten bereits 600 Jugendliche aus sechs europäischen Ländern in 25 Projektwochen über die Zukunft Europas - mit beachtlicher Resonanz: "Es ist beeindruckend zu sehen, welche Entwicklung die jungen Menschen im Laufe dieser Woche machen", so Dr. Klaus Hänsch, MdEP, Präsident des Europäischen Parlaments a.D. "Jugendliche, die bei Europa eben noch an die Fußballergebnisse der EM dachten, stehen plötzlich als engagierte Europapolitiker am Rednerpult und verteidigen mit flammenden Reden ihr Wahlprogramm. Bei diesem Engagement wird schnell klar: Die Zukunft Europas ist in guten Händen!"

Jugend denkt Europa ist ein Projekt der Robert Bosch Stiftung, realisiert durch IFOK. Ziel der Initiative ist es, junge Menschen für die europäische Idee zu begeistern, sie am Dialog zu beteiligen und ihnen eine Möglichkeit zu geben ihre Vision für Europa zu gestalten. In der Pilotphase 2008 haben bereits über 600 Jugendliche aus sechs Ländern mitgemacht. Kernstück von Jugend denkt Europa sind die Innovationsspiele, bei denen die Jugendlichen Ideen für eine nachhaltige Energieversorgung der Zukunft entwickeln. Projektpaten und Experten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft unterstützen die Schülerinnen und Schüler während der viertägigen Workshops. Die Jugendlichen gründen im Rahmen des Innovationsspiels fiktive Parteien und entwickeln ein eigenes Wahlprogramm.

Abschluss ist eine fiktive Parlamentsdebatte, in der die Jugendlichen ihr Konzept verteidigen. Die besten Ideen aus den Innovationsspielen fließen in einen gemeinsamen Aktionsplan "New Energy for Europe" ein, der an die schwedische und spanische Ratspräsidentschaft übergeben wird.

Quelle: Robert Bosch Stiftung