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Europa

Robert Bosch Stiftung fördert Jugendkulturinitiativen in Griechenland

Vier Jugendliche sitzen auf einer Bank vor einem Schulgebäude
Bild: © klickerminth - fotolia.com

Mit "ΣτART" unterstützt die Robert Bosch Stiftung 30 junge Kulturmanager aus Griechenland: die Kulturinitiativen der Stipendiaten sollen gesellschaftliche Teilhabe von Jugendlichen in Griechenland ermöglichen.

Das neue Programm der Robert Bosch Stiftung wird in Kooperation mit dem Goethe-Institut Thessaloniki und der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. stART angeboten. Griechische Hochschulabsolventen bekommen die Möglichkeit, sich mit Jugendkulturprojekten für einen Berufseinstieg ins internationale Kulturmanagement zu qualifizieren. Mit innovativen Projekten sollen sie Jugendlichen kulturelle und gesellschaftliche Partizipation ermöglichen und damit den Zusammenhalt in Europa stärken.

In Griechenland ist die Kulturlandschaft wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise dauerhaft beschädigt. Jobperspektiven im kulturellen Bereich gibt es kaum. stART fördert die angehenden Kulturmanager finanziell und mit dem nötigen Fachwissen dabei, eigene Initiativen für Jugendliche zu entwickeln. In der jetzt angelaufenen ersten Phase werden 30 ausgewählte Kulturmanager an einer zweiwöchigen Fortbildung in Deutschland teilnehmen und für vier Wochen in deutschen Kultureinrichtungen hospitieren.

"Die ökonomische Krise in Griechenland hat vielen Jugendlichen Arbeitslosigkeit gebracht und ihre Perspektiven vernichtet. In den Projekten, die unsere Kulturmanager initiieren, können griechische Jugendliche wieder aktiv werden, etwas Neues ausprobieren und ihre Persönlichkeit entwickeln. Die Robert Bosch Stiftung möchte mit stART dazu beitragen, dass sie zu Motoren der Transformation der griechischen Gesellschaft werden – gerade in der Krise", erklärt Professor Dr. Joachim Rogall, Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung.

Anfang Dezember startet die zweite Projektphase in Griechenland. 12 Stipendiaten erhalten ein Startbudget von bis zu 10.000 Euro, um in ihrem lokalen Umfeld eigene Jugendkulturinitiativen umzusetzen. Bei den Projekten werden Jugendliche und Kultureinrichtungen vor Ort aktiv eingebunden. Erste Ideen sind etwa ein Soundscaping-Projekt auf den Inseln Kythera und Antikythera oder die Gestaltung des öffentlichen Raums durch Jugendliche in Thessaloniki. Im Frühjahr 2016 wird ein Abschlussfestival in Griechenland den Stipendiaten eine Plattform bieten, ihre Projekte zu präsentieren und sich für zukünftige Förderungen europaweit zu empfehlen.

Weiterführende Informationen gibt es unter www.bosch-stiftung.de/start.

Quelle: Robert Bosch Stiftung vom 24.09.2015.

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