Kindertagesbetreuung / Europa

Österreich: Verpflichtendes Gratiskindergartenjahr wird verlängert

Eine Erzieherin spielt mit Kindern
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Familienminister Mitterlehner: Eine neue 15a-Vereinbarung wurde mit den Ländern im Ministerrat beschlossen. Ein verpflichtendes Kindergartenjahr verbessert die Startchancen in das Schulleben.

"Das verpflichtende Kindergartenjahr schafft für alle Fünfjährigen gute Voraussetzungen für den Einstieg in die Schule. Vor allem Kinder mit Sprachdefiziten profitieren durch eine Verbesserung ihrer Deutsch-Kenntnisse und erhöhen damit ihre Startchancen in das Schulleben", sagt Familienminister Reinhold Mitterlehner zum Ministerrats-Beschluss der neuen 15a-Vereinbarung mit den Bundesländern. Die bewährte Maßnahme soll auch in den kommenden zwei Kindergartenjahren (2013/2014 und 2014/2015) fortgeführt werden, wofür das Familienministerium den Ländern jährlich 70 Millionen Euro zahlt. "Insgesamt wird der Kindergarten als Bildungseinrichtung immer wichtiger. Durch eine gute Betreuung und Förderung werden die Eltern bei ihrer unersetzlichen Erziehungsarbeit gezielt unterstützt und erhöhen sich damit auch die späteren Bildungschancen", so Mitterlehner.
 
Das Gratiskindergartenjahr wurde ab dem Kindergartenjahr 2009/2010, die Verpflichtung ab 2010/2011 eingeführt. Alle fünfjährigen Kinder müssen demnach im Ausmaß von 16 bis 20 Stunden an mindestens vier Tagen in der Woche in den Kindergarten gehen. "Trotz der zwischenzeitlichen Wirtschaftskrise hat allein der Bund seit dem Jahr 2009 insgesamt 280 Millionen Euro in den verpflichtenden Gratiskindergarten investiert", betont Mitterlehner.

Quelle: Österreichisches Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend vom 21.05.2013

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