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Europa / Gesundheit

Österreich: Kostengünstige Verhütungsmittel für Jugendliche gefordert

Pille auf grünem Untergrund
Bild: Hartmut910 / pixelio.de

Die österreichische Bundesjugendvertretung fordert einen besseren Zugang zu Verhütungsmitteln für junge Menschen und mehr Unterstützung für Eltern und pädagogische Fachkräfte im Umgang mit dem Thema Sexualität. In Österreich finden am 15. Oktober 2017 Nationalratswahlen statt.

Anlässlich des Weltverhütungstages am 26.09.2017 macht die österreichische Bundesjugendvertretung (BJV) darauf aufmerksam, dass es einen besseren Zugang zu Verhütungsmittel für junge Menschen braucht: „Jugendliche wollen verantwortungsvoll mit ihrer Sexualität umgehen. Dazu braucht es entsprechende Rahmenbedingungen. Nachbesserungsbedarf gibt es in Österreich beim kostenlosen Zugang zu Verhütungsmittel für junge Menschen. Außerdem müssen Eltern und Pädagog/-innen im Umgang mit dem Thema Sexualität und Verhütung unterstützt werden“, so BJV-Vorsitzende Julia Herr.

Wunsch nach günstigen Verhütungsmitteln 

„Wie wir aus einer eigenen Befragung unter Jugendlichen wissen, gibt es bei jungen Menschen den klaren Bedarf an besseren Informationen und günstigeren Verhütungsmittel. Für uns ist dieser Wunsch nachvollziehbar“, erklärt BJV-Vorsitzende Martina Tiwald und verweist auf die finanziellen Belastungen: „Oft bleibt die Verhütung Frauensache und viele junge Frauen können sich zum Beispiel die Pille oder andere langfristige Verhütungsmittel nicht leisten.“

Junge Menschen ernst nehmen

Die Anliegen junger Menschen müssen von der Politik ernst genommen werden, fordern die Vorsitzenden: „Es muss die Möglichkeit geschaffen werden, jungen Menschen Verhütungsmittel kostengünstig zur Verfügung zu stellen. Finanzielle Hürden dürfen kein Grund sein, dass Jugendliche nicht verhüten!“

Auch in den Talks der Bundesjugendvertretung mit den (Spitzen-)Kandidat/-innen der wahlwerbenden Parlamentsparteien wurden die Positionen zum Thema gratis Verhütungsmittel abgefragt.

Weitere Informationen: www.bjv.at

Quelle: Bundesjugendvertretung vom 26.09.2017

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