Sie sind hier: Startseite  Im Fokus  Europa

Europa / Sozialpolitik

Neues Netzwerk der öffentlichen Arbeitsverwaltungen soll Umsetzung der Jugendgarantie beschleunigen

Grafikreihe grauer Herren
Bild: ilco

Mit der offiziellen Eröffnung des neuen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen am 23.09.2014 ist die Umsetzung der Jugendgarantie einen wichtigen Schritt vorangekommen.

Das europäische Netzwerk unterstützt die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten bei der Abstimmung ihrer Strategien und Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit.  Es umfasst alle 28 EU-Länder sowie Norwegen, Island, Liechtenstein und die Schweiz. Den Vorsitz führt die Europäische Kommission.

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, unterstrich, dass gut funktionierende und effiziente öffentliche Arbeitsverwaltungen unbedingt erforderlich sind, um Arbeitslosen in ganz Europa den schnellen Zugang zu Arbeitsplätzen und Weiterbildung zu erleichtern.

"Das neue Netzwerk wird zur Modernisierung und Reformierung dieser Verwaltungen in der gesamten EU beitragen. Eine Reihe von Mitgliedstaaten muss ihre öffentlichen Arbeitsverwaltungen darüber hinaus einer Reform unterziehen, um die Jugendgarantie erfolgreich umzusetzen und jungen Arbeitslosen und Nichterwerbstätigen dabei zu helfen, einen Arbeitsplatz bzw. eine Ausbildung zu erhalten. Das neue Netzwerk setzt ein weiteres klares Zeichen, dass Europa alle zur Verfügung stehenden Instrumente zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit einsetzt", sagte Andor.

Die öffentlichen Arbeitsverwaltungen sind die Behörden in den EU-Ländern, die Arbeitsuchende mit Arbeitgebern in Kontakt bringen. Die Verwaltungen sind je nach Land unterschiedlich strukturiert, alle bemühen sich jedoch, Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt durch Information, Vermittlung und aktive Unterstützungsdienste auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene miteinander in Einklang zu bringen. Besonders im Hinblick auf die praktische Umsetzung der Jugendgarantie – der EU-weiten Reform, die allen arbeitslosen Menschen unter 25 dabei helfen soll, Arbeit zu finden –, ist es wichtig, die Unterstützung für junge Menschen durch die öffentlichen Arbeitsverwaltungen der Mitgliedstaaten auszubauen.

Eine der dringendsten Aufgaben des Netzwerks ist daher der Austausch von Wissen und bewährten Verfahren bei der Umsetzung der Jugendgarantie, da die meisten öffentlichen Arbeitsverwaltungen als nationale Kontaktstellen für die Reform ernannt wurden. In vielen Mitgliedstaaten muss die Funktionsweise der öffentlichen Arbeitsverwaltungen verbessert werden, um zu gewährleisten, dass junge Menschen über die für sie am besten geeigneten Beschäftigungs-, Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten angemessen beraten werden und innerhalb von vier Monaten ein maßgeschneidertes, konkretes Angebot erhalten.

Mehr zum europäischen Netzwerk der Arbeitsverwaltungen hier und in der ausführlichen Pressemitteilung.

Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vom 23.09.2014