Sie sind hier: Startseite  Im Fokus  Europa

Europa

Mehr Engagement für Berufsaussichten von Jugendlichen in Europa

Viele Jugendliche halten leere Sprech- und Gedankenblasen hoch
Bild: © PHOTOMORPHIC PTE. LTD. - Fotolia.com

Im Rahmen des von Erasmus+ geförderten EU-Projekts "All in – design your future through social commitment" findet zielgerichtet auf den Austausch länderspezifischer Erfahrungen und der Kampagnenentwicklung eine Konferenz mit internationalen Akteuren vom 27. März bis 03. April 2015 in Berlin statt.

"All in – design your future through social commitment” ist das einjährige, im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ geförderte Projekt, das die START-Stiftung gemeinsam mit der in mehreren Ländern auf dem Balkan aktiven Organisation Balkans, let´s get up! sowie der Iris Group – Managing Diversity aus Georgien durchführt.

Ziel des Projektes ist es, Jugendliche mit Entscheidern aus Politik und Gesellschaft der beteiligten Regionen zusammen zu bringen, über das gesellschaftliche Engagement von jungen Menschen zu diskutieren, länderspezifische Erfahrungen auszutauschen und Instrumente zu entwickeln, um mehr und vor allem auch sozial benachteiligte Jugendliche für ehrenamtliche Tätigkeiten zu gewinnen.

Gesellschaftliches Engagement wird dabei als Methode gesehen, die Jugendlichen arbeitsmarktrelevante Fähigkeiten und Kompetenzen ermöglicht, um ihr unmittelbares Lebensumfeld aktiv zu gestalten und zu verbessern. Über die Erschließung neuer Lernfelder im Bereich der nicht-formalen Bildung hinaus leistet das Projekt somit einen Beitrag zur sozialen und beruflichen Eingliederung benachteiligter Jugendlicher.

Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs

Im Zentrum des Projektes steht eine 7-tägige Konferenz in Berlin im März/April 2015, bei dem insgesamt 45 Teilnehmer neben dem intensiven Austausch untereinander, gemeinsam einen Maßnahmenkatalog mit Ideen und Forderungen für zivilgesellschaftliche Akteure und die Politik erarbeiten. Ferner werden national angepasste Engagement-Kampagnen entwickelt, mit deren Hilfe weitere Jugendliche in den Heimatländern für ein Engagement begeistert und gewonnen werden sollen.

Gesprächsrunden mit internationalen Akteuren am 31. März 2015:

  • 9:00-10:30 Uhr Gesprächsrunde mit Rosa Räthel, Puls Camp Berlin, Natalia Peradze, Georgische Activistin der Green Movement, und Marija Pantelic, Vice President of the National Youth Council of Serbia
  • 11:00-12:30 Uhr Gesprächsrunde mit David Turashvili, Georgischer Schriftsteller und Bildungsexperte, und Oliver Kainrad, Experte zum Thema Jugendförderung , Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Alle Gespräche finden statt im Pegasus Hostel Berlin, Straße der Pariser Kommune 35, 10243 Berlin. Dort ist Gelegenheit, mit Vertretern der beteiligten Institutionen und teilnehmenden Jugendlichen zu sprechen.

Hintergrundinformationen

START-Stiftung gGmbH – Das 2002 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Hessen begonnene START-Schülerstipendienprogramm wird heute in insgesamt 14 Bundesländern (bis auf Bayern und Baden-Württemberg) angeboten. Seit 2007 führt die START-Stiftung gemeinnützige GmbH als Tochtergesellschaft der Hertie-Stiftung das Programm durch. Unterstützt wird sie dabei von rund 120 Kooperationspartnern – Stiftungen, Kultusministerien, Kommunen, Privatpersonen, Unternehmen und Vereinen. Die Stipendiaten erhalten eine materielle Förderung in Form von 100 EUR Bildungsgeld monatlich und einem Laptop mit Drucker. Das Herzstück bildet die ideelle Förderung mit Seminaren u. a. in den Bereichen Kommunikation, Engagement, Persönlichkeitsbildung, Natur und Technik, Politik, Sport, Kunst und Musik, Ferienakademien und dem jährlichen SommerCampUs. Hinzu kommen Besuche von Kulturveranstaltungen, Exkursionen in Unternehmen, Vereine, öffentliche Einrichtungen, Arbeitsgemeinschaften sowie Beratungen für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung. Aktuell gehören zu START 650 Stipendiaten und rund 1.300 Alumni.
Mehr Informationen unter: www.start-stiftung.de

Balkans, let’s get up! existiert seit 2009 als länderübergreifende Initiative und seit 2013 als ein in Serbien registrierter Verein. Die Mitglieder stärken, ermutigen und qualifizieren in verschiedenen Formaten junge Menschen aus der Balkanregion dazu, ihre unmittelbare Gemeinschaft aktiv mitzugestalten. Hauptsächlich führt die Organisation  Balkans, let’s get up! zusammen mit dem Theodor Heuss Kolleg der Robert Bosch Stiftung und des MitOst e.V. ein jährliches Capacity-Building-Programm von jungen Erwachsenen für junge Erwachsene in 11 Ländern der Balkan-Region durch. Es besteht aus einer Reihe von drei Seminaren sowie der Förderung von Mikroprojekten der Teilnehmenden durch finanzielle Unterstützung und Mentoring.
Mehr Informationen unter: www.balkansletsgetup.org
 
Die Iris Group – Managing Diversityist eine nichtkommerzielle, nichtstaatliche Organisation, die in 2010 in Tiflisi, Georgien gegründet wurde. Die Organisation strebt danach, Jugendliche aus ethnischen Minderheiten bei der Ermittlung ihrer Stärken und ihres Potentials zu unterstützen, Vorteile der Vielfältigkeit aufzuzeigen und durch die aktive Teilnahme der Jugendlichen zur Entwicklung ihrer Umgebung und Gesellschaft beizutragen. Ferner kooperiert die Iris Group aktiv mit ethnischen Minderheiten und implementiert Projekte, die die Integration der ethnischen Gruppen unterstützen sollen. Seit 2010 wurden die Projekte und Aktivitäten der Iris Group von verschiedenen Stiftungen und Organisationen unterstützt, wie beispielsweise vom Auswertige Amt der Bundesrepublik Deutschland, der georgischen Staatsanwaltschaft, der Robert Bosch Stiftung, der Black Sea Trust des German Marshall Funds sowie der MitOst e.V.
Mehr Informationen unter: www.irisgroup.org.ge

Quelle: Gemeinnützige Hertie-Stiftung vom 25.03.2015

Info-Pool