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Europa / Ganztagsbildung

Mehr als 3.000 Jugendliche beteiligen sich am EU-Übersetzungswettbewerb

Eine Tafel mit Aufschriften von unterschiedlichen Sprachen
Bild: © N-Media-Images - Fotolia.com

3.252 Jugendliche aus ganz Europa, davon 341 Jugendliche aus Deutschland, haben bei der diesjährigen Runde des Übersetzungswettbewerbs „Juvenes Translatores“ teilgenommen. Nun hat die EU-Kommission die Gewinner/-innen bekannt gegeben. Zur Preisverleihung geht es für sie nach Brüssel, wo sie sich mit Übersetzer(inn)en der EU treffen und austauschen werden.

Deborah Dietterle, Schülerin am Kopernikus-Gymnasium in Aalen-Wasseralfingen, gehört zu den Preisträger(inne)n des Europäischen Wettbewerbs für junge Übersetzer „Juvenes Translatores“ 2018-2019. Sie wurde für ihre Übersetzung eines Textes zum Europäischen Kulturerbe vom Englischen ins Deutsche ausgezeichnet und gehört zu den insgesamt 28 Gewinner(inne)n des jährlichen Wettbewerbs „Juvenes Translatores“, die die EU-Kommission bekanntgegeben hat. Dieses Jahr haben 3.252 Schüler/-innen von 751 Schulen aus ganz Europa teilgenommen, aus Deutschland waren 94 Schulen mit 341 Schüler(inne)n dabei.

Die Übersetzer/-innen aus jedem der 28 EU-Mitgliedstaaten werden nun nach Brüssel reisen, um ihre Preise entgegenzunehmen und mit hauptberuflichen Übersetzer(inne)n der Europäischen Kommission zusammenzutreffen.

Erlernen von Fremdsprachen ist heute von zentraler Bedeutung

Kommissar Günther Oettinger, zuständig für Haushalt, Personal und Übersetzung, begrüßte die Ergebnisse des Wettbewerbs: „Ich bin beeindruckt von den Sprachkenntnissen dieser begabten jungen Menschen. Das Erlernen von Fremdsprachen ist in unserer heutigen Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Sprachen sind ein Türöffner zu mehr Beschäftigungsmöglichkeiten, und sie helfen dem Einzelnen, die Kulturen und Standpunkte anderer Menschen besser zu verstehen. Ich möchte alle Gewinner und Teilnehmer ermutigen, ihr Interesse an Sprachen weiterzuverfolgen und ihre Liebe zu Sprachen an ihre Mitmenschen weiterzugeben.“

Portugiesisch – Niederländisch oder Ungarisch – Finnisch

Die diesjährige Auflage des Wettbewerbs „Juvenes Translatores“ fand am 22. November 2018 zeitgleich in allen teilnehmenden Schulen statt. Die miteinander im Wettbewerb stehenden Schüler/-innen entschieden sich für 154 der 552 Sprachkombinationen, die zwischen den 24 Amtssprachen der Europäischen Union (EU) möglich sind. Zu den ausgefallensten Sprachenpaaren gehörten Portugiesisch – Niederländisch und Ungarisch – Finnisch.

Wettbewerb als Wendepunkt im Leben

Der Wettbewerb „Juvenes Translatores“ (Lateinisch für „junge Übersetzer“) wird seit 2007 alljährlich von der Generaldirektion Übersetzung der Europäischen Kommission ausgerichtet. Für viele Teilnehmende und Gewinner/-innen war der Wettbewerb ein Wendepunkt in ihrem Leben. Zum Beispiel hat die slowenische Preisträgerin von 2010, Tina Zorko, im Anschluss an ihre Reise nach Brüssel beschlossen, ein Übersetzerstudium aufzunehmen; inzwischen ist sie als Vollzeitübersetzerin im Übersetzungsdienst der Europäischen Kommission tätig. „An meine Reise zur Preisverleihung in Brüssel denke ich ganz besonders gern zurück“, sagte Tina Zorko. „Der Einblick in die Arbeit der ‚echten‘ Übersetzer der Kommission hatte mich in meinem Wunsch bestärkt, eines Tages selbst Übersetzerin zu werden.“

Hintergrund

Ziel des Wettbewerbs „Juvenes Translatores“ ist es, das Erlernen von Fremdsprachen in Schulen zu fördern und jungen Menschen einen Eindruck davon zu vermitteln, was es heißt, Übersetzer/-in zu sein. Der Wettbewerb richtet sich an 17-jährige Schüler/-innen weiterführender Schulen. Er findet EU-weit zeitgleich an allen ausgewählten Schulen statt.

Die Übersetzung, von Anfang an fester Bestandteil der Gemeinschaft bzw. Union, ist Gegenstand der allerersten EWG-Verordnung: Verordnung Nr. 1 des Rates von 1958. Seitdem ist die Zahl der Sprachen mit den verschiedenen EU-Erweiterungen von vier auf 24 gestiegen.

Quelle: Vertetung der Europäischen Kommission vom 04.02.2019

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