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Europa / Gender

Maßnahmen gegen Ungleichbehandlung von Frauen in Österreich gefordert

Teilnehmer einer Besprechung sitzen im Kreis
Bild: © Monkey Business - Fotolia.com

Das Frauenkomitee der österreichischen Bundesjugendvertretung macht auf die ungleichen Voraussetzungen am Arbeitsmarkt aufmerksam und fordert eine bessere Berufsorientierung. An die neue Bundesregierung appelliert sie, dass die Beseitigung des Gender Pay Gaps Priorität haben sollte. Alle Menschen verdienten eine faire Bezahlung und Gleichbehandlung.

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Zum Equal Pay Day am 13.10.2017 macht das Frauenkomitee der österreichischen Bundesjugendvertretung (BJV) darauf aufmerksam, dass (junge) Frauen nach wie vor mit ungleichen Voraussetzungen am Arbeitsmarkt zu kämpfen haben. Julia Rainer, Sprecherin des Frauenkomitees der BJV, dazu: „In Österreich gibt es immer noch große Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen. Am 13. Oktober ist der diesjährige Equal Pay Day, das heißt, statistisch gesehen haben Männer an diesem Tag jenes Einkommen erreicht, für das Frauen noch bis Jahresende arbeiten müssen. Anders gesagt: Ab heute arbeiten Frauen rechnerisch gesehen gratis. Das müssen wir ändern und zwar jetzt. Weil unsere Arbeit gleich viel wert ist."

Es braucht Maßnahmen, jetzt!

Das BJV Frauenkomitee schlägt zur Beseitigung des Gender Pay Gaps verschiedene Maßnahmen vor. Julia Rainer dazu: „Umdenken beginnt im Bildungssystem. Junge Frauen sollen besonders in jenen Berufsfeldern gefördert werden, die nach wie vor männlich dominiert sind. Hier kann ein Pflichtfach Berufsorientierung, das geschlechterspezifisch angelegt ist, ein Anfang sein. Außerdem muss man sich die Lohnniveaus von jenen Berufen ansehen, in denen hauptsächlich Frauen tätig sind. Es kann nicht sein, dass gerade hier die Entlohnung am geringsten ist.“

Ein besonderes Problem ist auch die Armutsgefährdung von Frauen. Julia Rainer weiter: „Schlechte Bezahlung, aber auch unbezahlte Betreuungspflichten, die großteils immer noch Frauen erledigen, führen bei vielen Frauen in die Armutsfalle. Dies wirkt sich nicht nur auf die Frauen selbst aus, sondern natürlich auch auf ihre Kinder. Wir müssen daran arbeiten, (Kinder-) Armut massiv entgegenzusteuern.“

Abschließend richtet Rainer noch einen Appell an die kommende, neue Bundesregierung: „Die Beseitigung des Gender Pay Gaps sollte für die neue Regierung Priorität haben. Denn wir alle verdienen faire Bezahlung und Gleichbehandlung!“

Weitere Informationen zum Thema stellt die österreichische Bundesjugendvertretung auf ihrer Webseite zur Verfügung. 

Quelle: Bundesjugendvertretung vom 13.10.2017