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Europa / Sozialforschung

Lebensqualität in der EU: Positiver Trend bei subjektivem Wohlbefinden

Schatten einer Gruppe mit den Sternen der Europäischen Union.
Bild: © Savvapanf Photo -fotolia.com

Das statistische Amt der Europäischen Union hat EU-Bürger/-innen ab 16 Jahren zu ihrer Lebenszufriedenheit befragt. Insgesamt ist diese seit 2013 im Durchschnitt gestiegen. Außerdem ist die Zufriedenheit mit der Finanzlage des eigenen Haushalts angestiegen. Nahezu unverändert ist die Zufriedenheit mit persönlichen Beziehungen geblieben.

Die Frage „Wie zufrieden sind Sie derzeit mit Ihrem Leben insgesamt?“ wurde Menschen in der Europäischen Union (EU) gestellt. Die Lebenszufriedenheit zeigt, wie eine Auskunftsperson ihr Leben insgesamt bewertet. Auf einer Skala von 0 („überhaupt nicht zufrieden“) bis 10 („vollkommen zufrieden“) lag der Durchschnitt der Lebenszufriedenheit der EU-Bürgerinnen und -Bürger im Alter von 16 Jahren und darüber im Jahr 2018 bei 7,3, eine Zunahme gegenüber 7,0 im Jahr 2013.

Seit 2013 stieg die durchschnittliche Zufriedenheit mit der Finanzlage des eigenen Haushalts in der EU ebenfalls an, und zwar von 6,0 im Jahr 2013 auf 6,5 im Jahr 2018, während die durchschnittliche Zufriedenheit mit den persönlichen Beziehungen nahezu unverändert blieb (7,8 im Jahr 2013 und 7,9 im Jahr 2018). Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, veröffentlicht eine Auswahl subjektiver Indikatoren zum Wohlbefinden der Menschen in Europa.

Höchste Lebenszufriedenheit in Finnland und Österreich, niedrigste in Bulgarien

Im Jahr 2018 gab es bei der durchschnittlichen Lebenszufriedenheit, gemessen auf einer Skala von 0 bis 10, zwischen den EU-Mitgliedstaaten erhebliche Unterschiede. Mit einem Gesamtdurchschnitt von 8,1 waren die Einwohner von Finnland mit ihrem Leben am zufriedensten, dicht gefolgt von den Menschen in Österreich (8,0), Dänemark, Polen und Schweden (alle 7,8). Am anderen Ende der Skala waren die Einwohner von Bulgarien (5,4) bei weitem am unzufriedensten; davor rangierten die Einwohner von Kroatien (6,3), Griechenlandund Litauen (beide 6,4), Ungarn (6,5), Lettland und Portugal (beide 6,7).

Höchste Zunahme bei der Lebenszufriedenheit in Zypern

Bei den Mitgliedstaaten, für die Daten aus dem Jahr 2018 vorliegen, stieg die Lebenszufriedenheit seit 2013 in 19 Mitgliedstaaten. Die höchsten Zunahmen meldeten Zypern (von 6,2 im Jahr 2013 auf 7,1 im Jahr 2018, oder +0,9), Bulgarien (+0,6), Tschechien, Estland, Polen und Portugal (alle +0,5). Gegenüber 2013 blieb die durchschnittliche Lebenszufriedenheit in zwei Mitgliedstaaten, Belgien und Kroatien, unverändert. Ein Rückgang wurde hingegen in vier Mitgliedstaaten verzeichnet: Litauen (von 6,7 im Jahr 2013 auf 6,4 im Jahr 2018, oder -0,3), Dänemark (-0,2), und in geringerem Maßein den Niederlandenund in Schweden (beide -0,1).

Größte Zufriedenheit mit der finanziellen Situation in Dänemark, Finnland und Schweden

Bei der durchschnittlichen Zufriedenheit mit der finanziellen Lage des Haushalts gab es zwischen den EU--Mitgliedstaaten erhebliche Unterschiede. Mit einem Durchschnitt von 7,6 waren die Einwohner von Dänemark, Finnland und Schweden am zufriedensten mit der finanziellen Situation ihres Haushalts. Danach folgten die Niederlande (7,4), Österreich (7,3), Belgien (7,0), Luxemburg (6,9), Deutschland und Malta (beide 6,8). Am anderen Ende der Skala waren die Einwohner von Bulgarien (4,3) bei weitem die am wenigsten zufriedenen; davor rangierten die Einwohner von Griechenland, Kroatien und Litauen (alle 5,2), Lettland und Portugal (beide 5,4) sowie Ungarn (5,5). In fast allen Mitgliedstaaten, für die Daten aus dem Jahr 2018 vorliegen, stieg die durchschnittliche Zufriedenheit mit der Finanzlage im Vergleich zu 2013, mit Ausnahme von Dänemark‚ Luxemburgund den Niederlanden‚ wo sie unverändert blieb, und Litauen, wo sie von 5,8 im Jahr 2013 auf 5,2 im Jahr 2018 sank (-0,6). Die höchsten Steigerungsraten verzeichneten Griechenland‚ Zypernund Portugal (jeweils +0,9), Malta (+0,8) sowie Tschechien‚ Italien und Slowenien (jeweils +0,7).

Höchste Zufriedenheit mit den persönlichen Beziehungen in Malta, Österreich und Slowenien

Im  Jahr 2018 zeigten sich bei der  durchschnittlichen Zufriedenheit mit den persönlichen Beziehungen erhebliche Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Mit einem Durchschnitt von jeweils 8,6 waren innerhalb der EU die Einwohner von Malta, Österreich und Slowenien am zufriedensten mit ihren persönlichen Beziehungen. Dahinter folgten die Einwohner von Zypern und Schweden (jeweils 8,5), Finnland (8,4) und Tschechien (8,3). Am anderen Ende der Skala waren die Einwohner von Bulgarien (6,6), gefolgt von denen von Griechenland (7,1), Kroatien (7,5), Italien‚ Ungarn und Rumänien (alle 7,6) die am wenigsten zufriedenen. Bei den Mitgliedstaaten, für die Daten aus dem Jahr 2018 vorliegen, stieg die durchschnittliche Zufriedenheit mit den persönlichen Beziehungen seit 2013 in 18 Mitgliedstaaten. Die höchsten Zunahmen meldeten Bulgarien (von 5,7 im Jahr 2013 auf 6,6 im Jahr 2018, oder +0,9), Zypern (+0,5), Spanien (+0,4) sowie Estland, Italien, Portugal und Slowenien (alle +0,3). Verglichen mit 2013 blieb die mittlere Zufriedenheit mit den persönlichen Beziehungen in zwei Mitgliedstaaten gleich, und zwar in Ungarn und Rumänien, während in fünf Mitgliedstaaten ein Rückgang verzeichnet wurde, nämlich in Dänemark‚ Lettland und den Niederlanden (jeweils -0,3) sowie Litauen und Luxemburg (jeweils -0,2).

Ein detaillierter Artikel befindet sich aufder Eurostat-Webseite.

Quelle: Eurostat vom 07.11.2019