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Europa / EU-Jugendstrategie

Jugendliche diskutieren über die Zukunft Europas

Jugendliche liegen auf dem Boden und rufen etwas
Bild: © Syda Productions - Fotolia.com

Am 15. und 16. Mai folgten junge Menschen sowie Repräsentant(inn)en von Jugendministerien aus ganz Europa der Einladung der maltesischen EU-Ratspräsidentschaft und des stellvertretenden maltesischen Ministerpräsidenten Louis Grech, um über die Zukunft des europäischen Projekts im Jugendbereich und jenseits davon zu diskutieren.

Die Konferenz "Youth for Tomorrow's Europe" ist Teil einer Diskussionsreihe zur Zukunft von Europa, die 2016 in Bratislava initiiert wurde. Angestoßen vom Europäischen Jugendforum, lud die maltesischen EU-Ratspräsidentschaft im Mai 2017 junge Menschen ein, über das europäische Projekt zu diskutieren; zusätzlich zur traditionellen EU Youth Conference, die als Teil des Strukturierten Dialogs bereits im März 2017 stattfand.

Sandro Gozi: Mehr EU-Förderung für den Jugendbereich

Die Konferenz fand an einem zentralen Zeitpunkt statt, an dem Europa einen neuen Weg einschlägt. Dabei dürfen junge Menschen nicht von den Debatten zum Weißbuch der Europäischen Kommission zur Zukunft Europas und zur Erklärung von Rom ausgeschlossen werden, so das Europäische Jugendforum.

Zu Beginn der Veranstaltung unterstrich Sandro Gozi, italienischer Staatssekretär für EU Angelegenheiten, die Verantwortung junger Menschen, ihren Beitrag für die Zukunft von Europa zu leisten. Er betonte dabei, dass die EU nicht als selbstverständlich angesehen werden solle. Darüber hinaus forderte er eine massive Erhöhung der Investitionen im Jugendbereich – eine Verzehnfachung der Förderung für Programme, die jungen Menschen zugutekommen, wie beispielsweise Erasmus+.

Inklusion, Teilhabe und Nachhaltigkeit sind wichtige Herausforderungen

Teilnehmende Repräsentante(inn)en von Mitgliederorganisationen des Europäischen Jugendforums, stellten heraus, wie wichtig es sei, die Reichweite von Jugendpolitik zu vergrößern, um die Belange der Jugendlichen an alle Politikbereiche heranzutragen. Inwieweit dies umgesetzt werden kann, hänge von der Zukunft der EU-Jugendstrategie ab, die in dieser Hinsicht den zentralen Rahmenplan darstelle.

Die Jugendrepräsentant(inn)en stießen eine Diskussion zu den größten Herausforderungen an, denen sich Europa in den verschiedensten Bereichen stellen muss: Inklusion, Partizipation und Teilhabe, Rechte, Identität und nachhaltige Entwicklung. Neben weiteren Empfehlungen unterstrichen die jungen Teilnehmenden den Bedarf für politische Bildung, Informationen zu Bürgerrechten, Etablierung nachhaltiger Entwicklung in allen Politikbereichen und die Verbesserung der Mechanismen von Jugendpartizipation auf allen Ebenen und in allen Phasen politischer Entscheidungsfindung.

Die ausführlichen Ergebnisse der Konferenz wurden beim Treffen des EU-Rats "Bildung, Jugend, Kultur und Sport" am 22. und 23. Mai präsentiert sowie an alle relevanten Interessensvertreter weitergeleitet.

Die Pressemitteilung des Europäischen Jugendforums steht im englischen Original online zur Verfügung.

Quelle: European Youth Forum und National Youth Council of Malta (KNZ) vom 19.05.2017

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