Sie sind hier: Startseite  Im Fokus  Europa

Europa / Kinder- und Jugendpolitik

Jugendgipfel untersucht Europäische Demokratie 2.0

Mehrere junge Erwachsene haben gemeinsam eine gute Zeit.
Bild: © Andriy Petrenko - Fotolia.com

Um die Chancen und Risiken der Demokratie 2.0 geht es beim 13. Jugendgipfel im Regionalen Weimarer Dreieck, der am 19. August 2013 in Hattingen eröffnet wurde.

45 junge Erwachsene aus Frankreich, Polen und Deutschland recherchieren und diskutieren auf Einladung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und lernen innovative Projekte in der Region kennen. Dr. Heidi Hoffmann, Leiterin des Referats für Bilaterale Beziehungen zu den EU-Mitgliedsstaaten in der Staatskanzlei, begrüßte die Jugendlichen.

Das anspruchsvolle Programm – organisiert vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund (IBB Dortmund) – sieht Begegnungen mit Experten aus den drei Ländern vor. Gleich am ersten Tag berichten Andreas Hahn (Staatskanzlei Düsseldorf), Pierre M. Simon (Young European Movement) und Radoslaw Pietron (Piratenpartei Polen) über Modelle, die schon heute im Einsatz sind, und über den Stand der Diskussion in den drei Regionen. Am Dienstag erkunden die Jugendlichen in Mülheim, Monheim und Ratingen, welchen Einfluss Jugendräte haben, welche Erfahrungen Mülheim gemacht hat mit dem Charrette-Verfahren und wie der jüngste Bürgermeister Deutschlands den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern pflegt. An der NRW-School of Governance der Universität Duisburg-Essen gehen die Jugendlichen der Frage auf den Grund, welche Rolle Facebook und Twitter in der Politik spielen.

Für Donnerstag, 22. August 2013, ist eine Begegnung im Düsseldorfer Landtag geplant mit den Vorsitzenden der Parlamentariergruppen für Polen, Werner Jostmeier (CDU) und Frankreich Oliver Keymis (Bündnis 90/Die Grünen). Und am Freitag, 23. August 2013, steht ein Empfang in der Düsseldorfer Staatskanzlei auf dem Programm. Dr. Angelica Schwall-Düren, Europaministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Françoise Dal, Abgeordnete im Rat der Region Nord-Pas-de-Calais und Präsidentin der Kommission für Internationale Beziehungen für Nord-Pas-de-Calais, sowie Arkadiusz Chęciński, Regierungsmitglied der Woiwodschaft Schlesien, informieren sich über die Ergebnisse des Jugendgipfels.

Die 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen kommen aus Bochum, Detmold, Dortmund, Essen, Köln, Marl, Rhede, Rösrath, Schwerte, Steinheim und Unna. Im DGB-Bildungszentrum Hattingen, Am Homberg 44-50, treffen sie auf jeweils 15 Gleichaltrige aus den Partnerregionen Schlesien in Polen und Nord-Pas-de-Calais in Nordfrankreich.

Links zum Thema

#Open.NRW – Das Projekt
Wie soll ein Online-Beteiligungsverfahren in Nordrhein-Westfalen aussehen? Mit welchem Aufwand kann dies von den Behörden umgesetzt werden und wie geht man mit Menschen um, die noch kein Internet haben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt #Open.NRW.

Charrette-Verfahren

Planungsmethode zur Stadt- und Regionalentwicklung mit direkter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Liquid Democracy
Mischform aus repräsentativer und direkter Demokratie.

Über die Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks

Die Jugendgipfel im Rahmen des Regionalen Weimarer Dreiecks werden seit 2001 jährlich ausgerichtet von den drei Partnerregionen. Die Begegnungen dienen der Vertiefung der Kontakte zwischen den jungen Menschen aus den drei ehemaligen Bergbauregionen. Das „Weimarer Dreieck“, aus dem der Jugendgipfel als ein geschätztes, nachhaltiges Ergebnis hervorgegangen ist, wurde 1991 von den Außenministern Frankreichs, Polens und Deutschlands gegründet, u.a. um die europäische Achse zu festigen. Nordrhein-Westfalen war zuletzt 2010 Gastgeber der Jugendbegegnung.

Quelle: Internationales Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB Dortmund) vom 19.08.2013

Info-Pool