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Europa / Bildungspolitik

Internationalisierung: Deutsche Hochschulen punkten bei Erasmus+

Gruppe von vier jungen Erwachsenen, die zusammen in Bibliothek sitzen und lernen
Bild: © Igor Mojzes - Fotolia.com

Die Europäische Kommission hat in den sogenannten „Zentralen Aktionen“ aktuell rund 116 Millionen Euro aus dem Erasmus-Programm an Projekte mit deutschen Hochschulen, Institutionen und Unternehmen vergeben. In vier der Aktions-Förderlinien waren 65 deutsche Hochschulen erfolgreich.

Mit den Zentralen Aktionen fördert die Europäische Kommission die grenzübergreifende Vernetzung von deutschen Hochschulen und Institutionen. Wir gratulieren daher allen Hochschulen zu ihren gewonnenen Projekten und Beteiligungen. In einem Europa, in dem die zentrifugalen Kräfte zunehmen, tragen diese Programme dazu bei, das gemeinsame europäische Wertefundament zu stärken, bestehende Vernetzungen innerhalb der EU und weltweit auszubauen und neue Verbindungen zu schaffen“, sagte Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

Den Zentralen Aktionen gehören neben den bereits im Juli ausgewählten Europäischen Hochschulallianzen auch die Kapazitätsaufbauprojekte, Wissensallianzen, Erasmus Mundus-Masterstudiengänge und Jean Monnet-Aktivitäten sowie weitere Förderlinien an.

„In der Nationalen Agentur freuen wir uns sehr, dass deutsche Hochschulen und Institutionen sich so rege an den Ausschreibungen der EU-Kommission beteiligt haben und gute Ergebnisse erzielen konnten. Wir konnten die Einrichtungen aus Deutschland mit einem maßgeschneiderten Beratungsservice aus Seminaren, Online-Veranstaltungen oder mit persönlicher Beratung bei den Antragstellungen in diesen Förderlinien unterstützen“, so Dr. Stephan Geifes, Direktor der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im DAAD.

Die Zentralen Aktionen werden direkt von der Europäischen Kommission gefördert und unterstützen grenzübergreifende Kooperationen mit spezifischen Schwerpunkten. Die aktuelle Auswahlrunde umfasst die transnationalen Masterstudiengänge (Erasmus Mundus Joint Master Degrees), die Wissensallianzen (Förderung von Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen), die Kapazitätsaufbauprojekte (Unterstützung der Modernisierung von Hochschulen und Hochschulsystemen weltweit) und die Jean Monnet-Aktivitäten (Förderung von exzellenter Lehre und Forschung zur Europäischen Union). Die Europäischen Hochschulen und die Erasmus+-Politikunterstützung sind ebenfalls Teil der Zentralen Aktionen.

Auswahlergebnisse 2020 im Detail

Erasmus Mundus Joint Master Degrees: Aus den 97 europaweit eingegangenen Anträgen hat die Europäische Kommission 40 Erasmus Mundus Joint Master Degrees (EMJMDs) für eine Förderung ausgewählt. Zwei der ausgewählten Programme werden von einer deutschen Hochschule koordiniert, an weiteren zehn Masterprogrammen sind elf deutsche Hochschulen beteiligt.

Kapazitätsaufbauprojekte im Hochschulbereich: Von 1.005 weltweit eingereichten Projektanträgen wurden 164 Projekte mit einem Finanzvolumen von rund 148 Millionen Euro für eine Förderung ausgewählt. Deutsche Hochschulen koordinieren 14 der 164 Projekte. Insgesamt sind 68 deutsche Institutionen an 55 Projekten beteiligt.

Wissensallianzen: Insgesamt wurden 30 Projekte mit einem Finanzvolumen von 29 Millionen Euro für eine Förderung ausgewählt. Vier der ausgewählten Wissensallianzen werden von einer deutschen Einrichtung koordiniert. Insgesamt sind 30 deutsche Institutionen an zwölf der ausgewählten Projekte beteiligt.

Jean Monnet-Aktivitäten: Aus einer Rekordzahl von weltweit 1.463 eingereichten Anträgen wurden 360 ausgewählt. Aus Deutschland werden 14 Projekte gefördert.

Quelle: Deutscher Akademischer Austauschdienst vom 03.09.2020

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