Bildungspolitik / Europa

GEW-Vorstandsmitglied Keller zum Vizepräsidenten der europäischen Bildungsgewerkschaften gewählt

Schilder zu den europäischen Hauptstädten
Bild: © Aamon - Fotolia.com

Andreas Keller, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), ist zum Vizepräsidenten des Europäischen Gewerkschaftskomitees für Bildung und Wissenschaft (EGBW) gewählt worden. Keller erhielt als einer von sechs Vizepräsidenten die zweithöchste Stimmenzahl.

„Nicht trotz, sondern gerade wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise muss mehr Geld in Bildung investiert werden. Ausgaben für Bildung sind Investitionen in die Zukunft“, betonte Keller während der EGBW-Tagung in Budapest. Als Vizepräsident werde er sich dafür einsetzen, dass alle Menschen in Europa ihr Recht auf Bildung nutzen können und freien Zugang zu Bildungseinrichtungen von der Kita bis zur Uni haben. Keller forderte außerdem, die europäischen Bildungsgewerkschaften als kollektive Interessenvertretungen der Beschäftigten in Bildung und Forschung anzuerkennen. Das Recht auf Tarifvertragsfreiheit und Streik müsse uneingeschränkt gewährleistet werden.
Zur EGBW-Präsidentin wählten die Delegierten die Britin Christine Blower von der National Union of Teachers (NUT).

Informationen zur Person

Andreas Keller (46) ist seit 2007 Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der GEW. Er leitet den Vorstandsbereich Hochschule und Forschung.
Das EGBW ist die europäische Regionalorganisation der Bildungsinternationale (BI) und vertritt 135 Lehrer- und Bildungsgewerkschaften mit rund 13 Millionen Mitgliedern in 45 Ländern Europas. Rund 260 Vertreterinnen und Vertreter europäischer Bildungsgewerkschaften haben vom 26. bis 28. November in Budapest über öffentliche Bildung in Zeiten der Finanzkrise beraten und ein Arbeitsprogramm für die nächsten vier Jahre beschlossen.

Quelle: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft vom 28.11.2012

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