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JUGEND für Europa

Förderung der Projekte für Solidarität, Demokratieförderung und Friedensarbeit

Es ist das Titelbild der Jugend für Europa Kampagne „Euer Engagement gegen Krieg und Gewalt“ zu sehen. Neben dem Solgan ist ein junger Mann und eine europäische Flagge abgebildet.
Bild: JUGEND für Europa   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Im Europäischen Jahr der Jugend bietet JUGEND für Europa eine zusätzliche Antragsfrist an – für Solidaritätsprojekte im Europäischen Solidaritätskorps sowie für Jugendpartizipationsprojekte in Erasmus+ Jugend. Angesichts des Ukraine-Konflikts wird zudem dazu aufgerufen insbeondere Projektanträge einzureichen, die das solidarisches Handeln, die Demokratieförderung und Friedensarbeit junger Menschen stärken.

Der Angriffskrieg auf die Ukraine steht für millionenfaches Leid, Tod, Vertreibung und Zerstörung. Seine unmittelbaren, wie langfristigen Folgen bedrohen die sichere und friedliche Zukunft Europas.

Die beiden EU-Jugendprogramme stehen für Solidarität, für interkulturellen Austausch und für eine friedliche Verständigung. Im Europäischen Jahr der Jugend setzt die EU hier einen deutlichen Handlungsschwerpunkt.

Helfen und mitgestalten

Die unabsehbaren sozialen, ökonomischen und ökologischen Folgen des Ukraine-Krieges werden vor allem die junge Generation in Europa betreffen. Neben diesen offenen Zukunftsfragen haben viele junge Menschen und Jugendorganisationen aber das Bedürfnis, sich jetzt zu engagieren und den vom Krieg betroffenen Menschen zu helfen.

Die EU-Jugendprogramme unterstützen junge Menschen dabei, dass ihre Zukunftsthemen Gehör finden und dass sie sich für die Belange einsetzen können, die ihnen wichtig sind. Insbesondere das Format der „Solidaritätsprojekte“ im Europäischen Solidaritätskorps und das Format der „Jugendpartizipationsprojekte“ in Erasmus+ Jugend fördern das zivilgesellschaftliche Engagement und die politische Beteiligung von jungen Menschen.

JUGEND für Europa wird angesichts der gegenwärtigen Kriegssituation für diese beiden Formate eine zusätzliche Antragsfrist im Mai einrichten.

Bis zum 04. Mai können junge Erwachsene Fördermittel beantragen, insbesondere wenn sie selbst Hilfsangebote für (geflüchtete) Menschen aus der Ukraine initiieren wollen. Gefördert werden aber auch Projekte, die im Kontext des Ukraine-Krieges stehen oder sich anderen Programmprioritäten widmen.

Eingeladen sind sowohl informelle Gruppen junger Menschen, die sich mit konkreten Projekten engagieren wollen oder dies bereits tun, als auch Jugendorganisationen. Vor allem sind Jugendorganisationen angesprochen, die aktiv sind in der Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine oder die ihre Partnerorganisationen in der Ukraine unterstützen wollen.

Solidaritäts- und Jugendpartizipationsprojekte im Mai beantragen

Solidaritätsprojekte

Solidaritätsprojekte werden über das Europäische Solidaritätskorps gefördert. Es sind lokale Initiativen von jungen Erwachsenen (bis 30 Jahre). Eine Gruppe von mindestens fünf Personen kann eine Förderung für ihr Projektvorhaben beantragen. Folgende Themen stehen im Fokus einer möglichen Förderung:

  • Unterstützung organisieren für Geflüchtete aus der Ukraine,
  • Konkrete Hilfe organisieren für die Menschen in der Ukraine,
  • Initiierung von demokratischen Diskussions- und Orientierungsprozessen zu den Folgen des Krieges,
  • Initiierung von Projekten im Bereich Energiewende und Klimaschutz,
  • Engagement zu den Schwerpunkten im Europäischen Jahr der Jugend.

Hinweis: Diese Projekte können nur in Deutschland und nicht in der Ukraine stattfinden.

Alle Informationen zur Antragstellung von Solidaritätsprojekten finden Sie auf der Programmseite zum Europäischen Solidaritätskorps.

Jugendpartizipationsprojekte

Jugendpartizipationsprojekte werden über Erasmus+ Jugend gefördert. Sie werden von jungen Menschen (zwischen 13 und 30 Jahren) für junge Menschen umgesetzt und durchgeführt. Beantragt werden sie von den jungen Menschen selbst als informelle Gruppe oder von Jugendorganisationen.

Bei Jugendpartizipationsprojekten stehen neben den grundsätzlichen Zielen des Formats folgende Themen im Fokus einer möglichen Förderung:

  • Unterstützung beim (Wieder)Aufbau von Jugendbeteiligung und Jugendbeteiligungsstrukturen in der Ukraine,
  • Unterstützung beim (Wieder)Aufbau von Jugendbeteiligung und Jugendbeteiligungsstrukturen in der Russischen Föderation und in Belarus soweit dies möglich ist,
  • Auseinandersetzung mit den Folgen des Krieges und der Bedeutung für die politische Bildung junger Menschen sowie für das Leben europäischer Werte (inklusive Aktivitäten für / mit ukrainischen Geflüchteten),
  • Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements im Jugendbereich in den angrenzenden Nachbarregionen der Ukraine,
  • Engagement zu den Schwerpunkten im Europäischen Jahr der Jugend.

Alle Informationen zur Antragstellung von Jugendpartizipationsprojekten sowie zu den grundsätzlichen Zielen des Formats finden Sie auf der Programmseite zu Erasmus+ Jugend.

Service von JUGEND für Europa zur Antragsrunde

JUGEND für Europa bietet zur Antragsrunde im Mai zwei digitale Informationsveranstaltungen an. Die Teilnehmenden werden dazu eingeladen, Fragen zu den Förderformaten sowie zur Antragstellung mitzubringen.

Die Teilnahme für beide Veranstaltungen ist kostenfrei.

Weiteres digitales Unterstützungsangebot bei der Antragstellung

JUGEND für Europa bietet zwei Tutorials an, die beim Einstieg in die Antragstellung unterstützen können. In kurzen Videos wird die Funktionsweise von einzelnen Online-Tools erklärt, die benötigt werden, um Anträge zu stellen und zu verwalten.

Bereits laufende Projekt – wie können diese Hilfe anbieten?

Alle anderen laufenden und bewilligten Projekte sind ebenfalls eingeladen, einen Beitrag zur (Sofort-)Hilfe für die vom Krieg betroffenen Menschen zu leisten. Laufende Projekte aus Erasmus+ Jugend und dem Europäischen Solidaritätskorps können dementsprechend angepasst werden. Auch Umfang und/oder die grundlegenden Ziele des Projekts können sich nach Rücksprache mit JUGEND für Europa ändern.

Informationen hierzu sind ebenfalls auf den Programmseiten zum Europäischen Solidaritätskorps sowie zu Erasmus+ Jugend zu finden.

Quelle: JUGEND für Europa vom 30.03.2022

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