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Europa / Sozialpolitik

European Youth Forum: Jugendliche gehören ins Zentrum Europäischer Sozialpolitik

Ein Mädchen lehnt an einer Mauer
Bild: © Aamon - Fotolia.com

Das EYF begrüßt den Vorschlag einer "Säule der sozialen Rechte", mit dem die EU-Kommission faire und gute Arbeitsmärkte und Sozialsysteme unterstützen will. Damit die Initiative verwirklicht werden kann, bedarf es allerdings konkreter Anstrengungen der Parlamente und Investitionen und Maßnahmen aller nationalen und europäischen Akteure, so das Europäische Jugendforum als Dach aller Jugendorganisationen in Europa.

Junge Menschen sind in besonderer Weise frustriert von einem System, dass ihre Interessen nicht oder in unzureichender Weise repräsentiert. Die Säulen sozialer Rechte bilden für die Europäische Union die Gelegenheit, die Beteiligung junger Menschen in allen sie betreffenden Fragen sicherzustellen. 

Soziale Rechte junger Menschen 

Die Ankündigung einer Konsultation der Sozialpartner über den Zugang zu sozialer Sicherung ist zu begrüßen. Junge Menschen müssen in diesem Prozess allerdings einbezogen und beteiligt werden. Nafsika Vrettaki, Vorstandsmitglied des Europäischen Jugendforums unterstreicht: "Die Entstehung neuer Formen von Arbeit und Einkommen lässt sowohl Risiken als auch Chancen wachsen. Wir müssen die sozialen Sicherungssysteme stärken, um die sozialen Rechte junger Menschen sicherzustellen. Wir wollen nicht zur 'Deliveroo-Generation' werden." 

Flexibilität und Sicherheit 

Das Europäische Jugendforum wird bei der Diskussion der angekündigten Arbeitszeit-Direktive und der Vorhaben zur Work-Live-Balance mitarbeiten. Entscheidend für junge Menschen am Übergang zum Arbeitsmarkt und Eintritt in das Erwachsenenleben sind Flexibilität und Sicherheit. Deshalb kommt es in besonderer Weise auf ein Mindesteinkommen und Mindestlöhne an. Immer noch sind 30% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Europa von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. 

Keine Altersdiskriminierung beim Mindestlohn 

Zuzana Vaneckova, Vorstandsmitglied des Europäischen Jugendforums bedauert, dass "der Vorschlag der Säule der Diskriminierung junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt und in den sozialen Sicherungssystemen nicht gerecht wird. Wir müssen einen 'Jugendmindestlohn' in der EU verbieten. Es kann nicht sein, dass junge Menschen weniger verdienen, als der nationale Mindestlohn, nur aufgrund ihres Alters." 

Die Pressemitteilung des Europäischen Jugendforums steht im englischen Original online zur Verfügung. 

Mehr Informationen zur Initiative "Europäische Säule sozialer Rechte" für gerechtere Arbeitsmärkte und Sozialsysteme finden sich auch bei der Europäischen Kommission. 

Quelle: European Youth Forum vom 26.04.2017

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