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Europa / Kinder- und Jugendpolitik

Europäisches Jugendforum begrüßt Senkung des Wahlalters in Malta

Viele nach oben gereckte Hände
Bild: rawpixel.com

In Malta dürfen Jugendliche ab 16 Jahren künftig an landesweiten Wahlen teilnehmen. Das Parlament beschloss am 5. März 2018, das bisherige Mindestalter von 18 Jahren zu senken. Damit ist Malta, nach Österreich, der zweite EU-Mitgliedsstaat mit einem U18-Wahlrecht. Das Europäische Jugendforum sieht darin einen positiven Einfluss auf das Engagement und politisches Wissen von jungen Menschen.

Am 5. März 2018 hat Malta das Wahlrecht für 16- und 17-jährige Jugendliche eingeführt. Das European Youth Forum begrüßt den Beschluss des Maltesischen Parlaments. Malta ist der zweite EU-Mitgliedsstaat, der das Wahlalter in allen Wahlen herabgesetzt hat. Während andere europäische Länder wie Estland dies auf lokaler Ebene eingeführt haben, war bisher Österreich das einzige EU-Land, das jungen Menschen ab 16 Jahren das Wahlrecht gegeben hat – unter-18-Jährige dürfen dort seit mehr als 10 Jahren ihre Stimme abgeben.

Das Wahlrecht ab 16 habe laut dem Europäischen Jugendforum unbestreitbare Vorteile. Es habe nicht nur einen positiven Einfluss auf das Engagement von jungen Menschen und ihr politisches Wissen, sondern helfe auch dabei, die Wahlpraxis bereits im jungen Alter zu erlernen und so die zukünftige Partizipation zu stärken.

Wichtig ist auch der Zeitpunkt der Einführung des Wahlrechts ab 16 in Malta. Jugendliche können nun schon 2019 an der Wahl des Europäischen Parlaments teilnehmen. Dies sei eine besondere Möglichkeit für junge Menschen sich an der Zukunft Europas zu beteiligen.

Die Entscheidung der maltesischen Regierung sieht das Europäische Jugendforum als Triumpf der Jugend in Malta und insbesondere des Nationalen Jugendrates, der sich maßgeblich für das Jugendwahlrecht eingesetzt hatte.

Quelle: European Youth Forum vom 05.03.3018