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Europa / Kinder- und Jugendarbeit

Europäischer Tag der Jugendinformation – Studie zu Online-Suchstrategien von Jugendlichen

Eine Gruppe junger Menschen, die Smartphones, Tablet und ein Buch nutzen
Bild: © oneinchpunch - fotolia.com

Die österreichischen Jugendinfos haben in der Studie „suchen.finden.bewerten.com“ die Recherchestrategien Jugendlicher bei der Informationsbeschaffung im Internet untersucht. Jugendministerin Juliane Bogner-Strauß betont anlässlich des Europäischen Tags der Jugendinformation am 17.04.2019 die Bedeutung von Jugendinformation und Medienkompetenz und will eine evidenzbasierte Jugendarbeit besonders fördern.

„In Zeiten von Cybermobbing, Hass im Netz und Fake News ist es besonders wichtig, Jugendliche zu informieren, zu sensibilisieren und ihre Informations- und Medienkompetenz zu stärken“, sagt die österreichische Jugendministerin Juliane Bogner-Strauß anlässlich des Europäischen Tags der Jugendinformation am 17.04.2019. „Als langjährige Wissenschaftlerin ist mir dabei die Förderung von evidenzbasierter Jugendarbeit ein besonderes Anliegen. Denn Jugendliche nutzen das Internet auf ihre eigene Weise.“

Recherchestrategien Jugendlicher im Internet

In einer Studie der Österreichischen Jugendinfos (www.jugendinfo.at) wurden die Recherchestrategien Jugendlicher bei der Informationsbeschaffung im Internet untersucht. Die wichtigsten Ergebnisse des Forschungsprojektes lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Suchmaschinen bilden beim Recherchieren den Dreh- und Angelpunkt.
  • Die Auswahl der Suchtreffer erfolgt sehr rasch auf Basis des Titels und der Kurzbeschreibung. Bezahlte Anzeigen werden gemieden.
  • Bei der Sichtung von Ergebnisseiten konzentrieren sich die Jugendlichen auf die Einstiegsseite. Unterseiten sehen sie kaum an. Als Orientierung dienen Überschriften, Aufzählungen und visuelle Elemente.
  • Welche Informationen die Jugendlichen näher ansehen, entscheiden sie aufgrund von inhaltlicher Passung, Glaubwürdigkeit, Verständlichkeit, Übersichtlichkeit und Attraktivität. Zum Teil schließen sie von der Gestaltung auf die Qualität der Inhalte.

„Für alle Anbieterinnen und Anbieter von Informationen für die jugendliche Zielgruppe sind die Ergebnisse sehr aufschlussreich“, meint Stefan Kühne, Vereinsobmann der Österreichischen Jugendinfos. „Will man in Zeiten zunehmender Digitalisierung junge Menschen erreichen, so ist es notwendig, gerade im Internet jugendgerechte Informationen anzubieten.“

Studie „suchen.finden.bewerten.com“

In der Studie „suchen.finden.bewerten.com“ der Österreichischen Jugendinfos wurden die Recherchestrategien Jugendlicher bei der Informationsbeschaffung im Internet untersucht. Methodisch wurden 19 Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren aus vier Bundesländern, die jeweils unterschiedliche Schulformen besuchen, beim Recherchieren am Smartphone und Laptop beobachtet und anschließend interviewt. Die qualitative Studie wurde vom Bundeskanzleramt Sektion Familien und Jugend gefördert und von der Fachhochschule Oberösterreich (Studiengang für Kommunikation, Wissen, Medien) sowie unter Mitarbeit der Jugendinfos Vorarlberg, Wien, Steiermark und Oberösterreich durchgeführt.

Weiterführende Informationen zur Studie und den Ergebnissen finden sich bei den österreichischen Jugendinfos. Dort steht auch der ausführliches Studienbericht (PDF, 937 KB) als Download zur Verfügung.

Über die Österreichischen Jugendinfos

Die Jugendinfos sind die österreichischen Fachstellen für jugendgerechte Informationsaufbereitung und -vermittlung. Sie bieten kostenlose Erstberatungen und Publikationen zu jugendrelevanten Themen. Als eine Hauptaufgabe sehen es die Jugendinfos an, die Informations- und Medienkompetenz von Jugendlichen zu fördern und bieten hierzu Schulworkshops und weitere Aktivitäten an.

Quelle: Bundeskanzleramt der Republik Österreich vom 16.04.2019

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