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Europa / EU-Jugendstrategie

Europäische Kommission sammelt Daten für den zweiten Europäischen Jugendbericht

Eine Lupe
Bild: Szorstki

2012 ist er fällig, der zweite Europäische Jugendbericht. Jetzt werden dafür Daten gesammelt. Das Problem ihrer Vergleichbarkeit treibt die Europäische Kommission um. Gemeinsame ‚Jugendindikatoren’ sollen her.

Alle drei Jahre soll die Europäische Kommission nach einem Beschluss des Europäischen Rates aus dem Jahr 2008 Daten und Fakten über die Situation der Jugendlichen in der EU veröffentlichen. Der Europäische Jugendbericht soll einer ‚evidenzbasierten’ jugendpolitischen Zusammenarbeit als Grundlage für ihre Entscheidungen dienen. ‚Evidenz’ (abgeleitet vom lateinischen evidentia, d.h. ‚Augenscheinlichkeit‘) meint Aussagen, die durch wissenschaftliche Ergebnisse untermauert sind.

Eine solche wissenschaftliche Untermauerung von Analysen und letztendlich daraus folgernden politischen Entscheidungen fordert auch die EU-Jugendstrategie, die seit letztem Jahr die Jugendpolitik in Europa prägt. So heißt es in der Entschließung des Rates vom 27. November 2009 über einen erneuerten Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa (2010-2018): „Die Jugendpolitik sollte auf gesicherten Erkenntnissen beruhen. Es gilt, die Lebensbedingungen, Werte und Verhaltensweisen junger Frauen und Männer besser kennen zu lernen und zu ermessen und diese Erkenntnisse mit den anderen einschlägigen Politikbereichen auszutauschen, damit rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergriffen werden können.“

Für den ersten EU-Jugendbericht, der 2009 veröffentlicht wurde, hatte man Daten, Statistiken und Kurzanalysen zur Lage junger Menschen zusammengetragen, die aus den Mitgliedstaaten geliefert und vom Statistischen Amt der Europäischen Union, ‚Eurostat’, gesammelt werden. Das reicht der Europäischen Kommission nun nicht mehr.

Neben einem verstärkten Einsatz des EU-Forschungsrahmenprogramms für Jugendforschung und Folgemaßnahmen (vgl. NEWS vom 16.06.2009 ) schlägt die Kommission unter anderem eine „Konsolidierung des EKCYP durch Vervollständigung der Länderprofile“ und eine Überprüfung bestehender Trends durch Eurydice, dem Informationsnetz zum Bildungswesen in Europa. Außerdem gab sie Studien über die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Jugendarbeit (Fertigstellung: 2011) und zur E-Partizipation der Jugend und Informationsgesellschaft (Fertigstellung: 2012) in Auftrag.

JUGEND für Europa hat sich damit auseinander gesetzt, in wieweit diese Daten zu einem besseren Verständnis und mehr Wissen von Jugend führen kann.

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Quelle: jugendpolitikineuropa.de

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