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Europa / Kinder- und Jugendpolitik

Europäische Jugendringe im Austausch beim Berlin Forum

Fünf Erwachsene sitzen an einem Tisch auf dem sich bunte, transparente Sprechblasen überlappen.
Bild: © Rawpixel com - fotolia.com

Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) wertet das Berlin Forum of National Youth Councils in Europe als Erfolg. Vertreterinnen und Vertreter aus über 32 europäischen Jugendringen diskutierten über die Prioritäten der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und die Jugendpolitik in Europa. Gemeinsam wagten die europäischen Jugendringe auch einen Blick auf die neue Trio-Präsidentschaft und den Schwerpunkt „Räume und Beteiligung junger Menschen“.

Vertreterinnen und Vertreter aus dem Westbalkan und der östlichen Partnerschaft waren dabei, ebenso drei belgische Jugendringe, der katalonische und der spanische Jugendring. Dem DBJR war es wichtig, auch die noch Nicht-EU-Mitglieder einzubinden. Neben einem Austausch mit dem Staatsminister für Europa, Michael Roth, standen die Anliegen der Jugendringe im Mittelpunkt. Diskutiert wurde deshalb über einen „Blueprint“ des Europäischen Jugendforums. Es beschreibt die Vorstellungen junger Menschen, wie Europa aus der aktuellen Krise herauskommen könnten – einer Krise, in der Jugendliche besonders betroffen sind. Viele Jugendringe sind in einer ähnlichen Situation: Gelder fallen weg oder werden gekürzt. Die Handlungsräume werden enger. Die prekäre Lage junger Menschen wächst. Auch wenn die Jugendringe unterschiedlich finanziert werden, den Druck spüren alle.

Was die Jugendringe berichten, geht aber über Fragen der Finanzierungen hinaus. Corona verstärkt andere Probleme wie etwa die mentale Gesundheit von jungen Menschen oder die Situation von jungen LGBTQIA+ . Digitale Formate haben nun zusätzliche Möglichkeiten des Austausches geschaffen, vor allem transnationale. Sie ersetzen aber nicht den persönlichen Kontakt und: Digitale Formate werden in manchen Ländern gar nicht finanziell unterstützt.

Trio-Präsidentschaft

Gemeinsam wagten die Vertreterinnen und Vertreter der europäischen Jugendringe einen Blick auf die Trio Ratspräsidentschaft, denn nach Deutschland folgen Slowenien und Portugal. Und alle drei gemeinsam werden im Jugendbereich das Youth Goal 9 „Räume und Beteiligung junger Menschen“ in den Mittelpunkt stellen. Eine enge Zusammenarbeit der drei Jugendringe wurde bereits vor der Ratspräsidentschaft aufgebaut. Die Jugendringe der Trio-Länder arbeiten im Jugenddialog gut zusammen - etwa im europaweit entscheidenden Gremium European Steering Group (ESG). Beim Berlin Forum wurde die verstärkte Kooperation noch einmal betont. Am Ende geht es allen Beteiligten darum, nicht nur die Kontakte in der EU, sondern darüber hinaus gehende internationale und europäische Kontakte zu stärken. Das sei ein gemeinsames wichtiges Zeichen in der jeweiligen Ratspräsidentschaft. Ein zweites Berlin Forum „live“ wird deswegen zur Zeit im Anschluss an die EU-Jugendkonferenz am 6./7.10.2020 geplant.

Zum Ausblick beim Berlin Forum zählte auch der deutsche Vorsitz des Minister/-innenkomitees des Europarats ab November 2020 und die vom 7.-10.12.2020 geplante European Youth Work Convention.

Weitere Informationen finden sich auch im Europa-Schwerpunkt auf dem Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe sowie auf den Informationsseiten zur EU-Jugendstrategie: www.jugendhilfeportal.de/eu-jugendstrategie.

Ausführliche Hintergrundinformationen zum EU-Jugenddialog finden sich auch unter: www.jugenddialog.de

Quelle: Deutscher Bundesjugendring

Der Artikel „Europäische Jugendringe im Austausch beim Berlin Forum“ wurde vom Deutschen Bundesjugendring erstveröffentlicht. Wir danken für die freundliche Genehmigung der Übernahme.

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