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Europa / Demokratie

Europa wählt Menschenwürde – Internationale Wochen gegen Rassismus 2019

Logo zum Kampagnenmotto mit dem Schriftzug "100% MENSCHENWÜRDE – ZUSAMMEN GEGEN RASSISMUS”
Bild: © Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus

Vom 11. bis 24. März finden in diesem Jahr die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Bundesweit sind rund 2.000 Veranstaltungen geplant. Angesichts der bevorstehenden Europawahlen lautet das diesjährige Motto „Europa wählt Menschenwürde“. Die Aktionswoche soll Menschen motivieren, an der Wahl teilzunehmen und dazu beitragen, dass rassistische Parteien nicht ins EU-Parlament gewählt werden.

Am 11. März 2019 beginnen die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Bundesweit gibt es mehr als 1.750 Veranstaltungen – so viele wie noch nie. Dazu kommen über 1.000 Freitagspredigten in Moscheen, die sich der Überwindung von Rassismus widmen. Angesichts der Ende Mai stattfindenden Europawahlen ist das Motto „Europa wählt Menschenwürde“. Die UN-Wochen sollen dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen zur Wahl gehen und rassistische Parteien nicht ins Europäische Parlament gewählt werden.

Innovative Veranstaltungsformate

Die UN-Aktionswochen werden in Deutschland von der Stiftung gegen Rassismus koordiniert. Aktiv sind viele Städte und Kommunen, Sportvereine, Religionsgemeinden, Gewerkschaften, Unternehmen, Migrantenorganisationen und Aktionsgruppen. Die Vielfalt an Aktionen ist enorm – neben klassischen Veranstaltungsformen wie Vorträgen, Workshops, Ausstellungen und Diskussionen gibt es zahlreiche Aktionen wie etwa „Interkulturelle Kochabende“, „Lichterketten für Menschlichkeit“, „Toleranz durch Tanz“ oder Theateraufführungen und Poetryslams.

Für eine weltoffene Zukunft Europas

„Die Internationalen Wochen gegen Rassismus haben in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Es besteht die Gefahr, dass rassistische und nationalistische Gruppierungen erfolgreich für das Europäische Parlament mobilisieren. Der Brexit zeigt, wohin das führen kann. Wir brauchen eine breite Bewegung gegen Rassismus und Nationalismus. Wir wollen eine vielfältige und weltoffene Zukunft – und da hat Rassismus keinen Platz. Rassisten und Nationalisten gehören nicht in das Europäische Parlament“ – so Jürgen Micksch, Vorstand der Stiftung gegen Rassismus.

Der bundesweite Veranstaltungskalender sowie Materialien zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2019 stehen auf der Webseite der Stiftung zur Verfügung.

Hintergrund

Seit Januar 2016 werden die Internationalen Wochen gegen Rassismus von der Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus koordiniert. Die Stiftung hat diese Aufgabe vom Interkulturellen Rat e.V. übernommen, der seit 1994  die Aktivitäten rund um den 21. März in Deutschland initiierte. Im Jahr 2008 wurde der Aktionszeitraum auf Grund der Vielzahl von Veranstaltungen und der steigenden Beteiligung auf zwei Wochen ausgeweitet. Um die Arbeit nachhaltig zu sichern, hat der Interkulturelle Rat im Jahr 2014 eine gemeinnützige Stiftung gegründet. Der Interkulturelle Rat beendete im Juli 2017 seine Arbeit.

Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Europawahlen stehen die Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 11. bis zum 24. März 2019 unter dem Motto „Europa wählt Menschenwürde“. Ziel ist es insbesondere, den nationalistischen, rassistischen und autoritären Angriffen von rechtsaußen ein Europa der Freiheit, der Demokratie und der Menschenrechte entgegenzustellen.

Die Botschafterin für die Internationale Wochen gegen Rassismus 2019 ist Muhterem Aras, deutsche Politikerin und Landtagspräsidentin von Baden-Württemberg. Die Auftaktveranstaltung wurde am 11. März 2018 in Kooperation mit der Landeshauptstadt München im Münchner Rathaus durchgeführt.

Die Planungstagung zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2020 findet am 16. September 2019 im Haus am Dom in Mainz statt.

Weitere Informationen: www.stiftung-gegen-rassismus.de

Quelle: Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus vom 11.03.2019

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