Jugendforschung / Europa

Eurobarometer: Berufsausbildung muss attraktiver werden

Mann schneidet Ziegel zu.

Die Berufsausbildung in Europa muss attraktiver werden. Denn obwohl sich fast die die Hälfte aller Schüler in Europa für eine Berufsausbildung entscheidet und über 70 Prozent (in Deutschland sogar 84 Prozent) ihr ein positives Image bescheinigen, würden nur 27 Prozent der jungen Leute zwischen 15 und 24 diesen Ausbildungsweg weiterempfehlen.

Dies gehört zu den wichtigsten Ergebnissen der Eurobarometer-Umfrage "Einstellungen gegenüber der Berufsbildung“, die heute (Freitag) von der Europäischen Kommission vorgelegt wurden.

"Indem wir hochwertige Bildungsangebote schaffen, ermöglichen wir es jungen Menschen, persönlich voranzukommen und sich die Fach- und die Querschnittskompetenzen anzueignen, die Arbeitgeber suchen. Trotz dieser Vorteile interessieren sich zu wenig junge Menschen für eine Berufsbildung. Wir müssen deshalb die Berufsberatung verbessern und den jungen Menschen deutlicher machen, dass es eine große Nachfrage nach Fachkräften gibt.“ Sagte EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou.

Europaweit bescheinigen 75 Prozent der Befragten der Berufsausbildung eine hohe Qualität und fast ebenso viele sehen in diesem Weg eine gute Karrieremöglichkeit. Nur knapp die Hälfte glaubt, dass sie ihren Beruf in anderen Mitgliedstaaten ausüben können. Als Ratgeber für die Wahl des Bildungsweges stehen die Eltern und Familienangehörige an erster Stelle.

Im Rahmen der Erhebung wurden 27 000 Menschen aus allen Mitgliedstaaten persönlich befragt.

Mehr Informationen zur Umfrage finden Sie hier.

Quelle: PM Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vom 30.09.2011