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Europa / Bildungspolitik

EU stärkt digitale Bildung im Programm Erasmus+

Mehrere junge Menschen sitzen an einem Tisch und zeigen mit ihren Fingern auf einen Laptop
Bild: John Schnobrich / Unsplash (CC0)   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Die COVID-19-Pandemie erfordert neue innovative und kreative Lehr- und Lernmethoden, die jetzt von der EU-Kommission mit zusätzlichen 200 Mio. Euro unterstützt werden. Gefördert werden damit Projekte zur digitalen Bildung und Ausbildung, zur Kompetenzentwicklung und zur Integration durch Kreativität und Kunst.

Für die Bereitstellung der zusätzlichen Mittel hat die EU-Kommission das Jahresarbeitsprogramm für Erasmus+ aktualisiert. Das Programm Erasmus+ wird Projekte zur Förderung des digitalen Lehrens, Lernens und Bewertens in Schulen, Hochschulen und in der beruflichen Bildung unterstützen. Außerdem wird es Schulen, Jugendorganisationen und Erwachsenenbildungseinrichtungen die Möglichkeit bieten, die Entwicklung von Fähigkeiten zu unterstützen, die Kreativität zu fördern und die soziale Eingliederung durch die Künste zusammen mit dem kulturellen und kreativen Sektor zu verbessern. Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen für Projekte in diesen Bereichen werden im Frühherbst veröffentlicht. Interessierte Organisationen sollten sich mit ihrer nationalen Agentur für Erasmus+ in Verbindung setzen.

Außerordentlicher Erasmus+-Aufruf über 200 Mio. Euro

Margaritis Schinas, Vizepräsident der EU-Kommission, erklärte: „Der Europäische Bildungsraum muss digitale Bildung und Kompetenz fördern, um die Pandemie-bedingten Störungen zumindest teilweise zu kompensieren und die Rolle Europas beim digitalen Wandel zu stärken. Die Kommission wird einen außerordentlichen Erasmus+-Aufruf über 200 Mio. Euro veröffentlichen, der zusätzliche Fördermöglichkeiten für Lernen, Lehren und Vernetzung im digitalen Zeitalter bietet. Es gibt wirksame, innovative und integrative Lösungen zur Verbesserung der digitalen Bildung und Qualifikationen, und wir wollen diese auf europäischer Ebene unterstützen.“

Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, fügte hinzu: „Ich freue mich, dass das Erasmus+-Programm mobilisiert wird, um wichtige Akteure der allgemeinen und beruflichen Bildung und Jugend in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen. Insgesamt stehen 200 Mio. Euro für die Förderung von digitaler Aus- und Weiterbildung, digitaler Jugendarbeit sowie von Kreativität und sozialer Eingliederung zur Verfügung. Dies ist ein wichtiger Schritt, der den Weg für den Aktionsplan Digitale Bildung ebnet, den die Kommission im Herbst auf den Weg bringen wird.“

Hintergrund

Erasmus+ ist das EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport in Europa. Seine Mittelausstattung von 14,7 Mrd. Euro für den Zeitraum 2014 bis 2020 ermöglichte es über vier Millionen Europäerinnen und Europäern, im Ausland zu studieren, sich weiterzubilden, Berufserfahrung zu sammeln oder Freiwilligenarbeit zu leisten. Allein 2018 konnten sich in Deutschland dank Erasmus+ über 110.000 Teilnehmer weiterbilden, über 2.000 Projekte wurden unterstützt. Erasmus+ bietet nicht nur Möglichkeiten für Studierende. Es vereint sieben zuvor einzeln laufende Programme und enthält Angebote für Einzelpersonen und Organisationen. Vier Nationale Agenturen setzen in Deutschland Erasmus+ um.

Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission vom 14.08.2020

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