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Schüler/-innenaustausch

EU-Konsortium zur Anerkennung von Auslandsschuljahren

Junge Menschen halten Fahnen unterschiedlicher Nationalitäten
Bild: © murashova - Fotolia.com

Vom 10. bis zum 11. Februar 2021 fand ein erneutes Treffen im Rahmen des EU-Projektes zur Anerkennung von Auslandschuljahren statt, auch dieses Treffen fand online statt und die über 30 Expertinnen und Experten aus 15 europäischen Ländern diskutierten zwei Tage lang über die vorliegenden Anerkennungsregelungen in den einzelnen EU-Staaten. An einer Aufstellung zu den Regelungen und Darstellungen der einzelnen Schulsysteme hatten die Expertinnen und Experten zusammen mit der Projektleitung seit mehreren Monaten gearbeitet.

Das Ziel des Treffens, war in erster Linie die Diskussion, wie man Regelungen zur Anerkennung von langfristigen Austauschjahren vereinfachen und vor allem vergleichbar machen kann. Ein umfassender Bericht ist dabei schon entstanden, der final im Sommer der europäischen Kommission vorgestellt wird.

„Für Deutschland ist es wichtig, dass im Rahmen der Bildungsgerechtigkeit Jugendliche aller Schulformen die Möglichkeit haben, an langfristigen Austauschprogrammen teilnehmen können. Dies ist bisher noch nicht der Fall“, so Dr. Uta Wildfeuer. Langfristiger, individueller Schüleraustausch ist für die internationale Verständigung, die Persönlichkeitsentwicklung, aber auch für die berufliche Entwicklung junger Menschen wichtig. Die Anerkennung sollte in allen europäischen Ländern gleichermaßen möglich sein. In Deutschland ist dies auf Länderebene geregelt – in vielen anderen europäischen Ländern gar nicht.

Über das Projekt

Um eine einheitliche Regelung der Anerkennung auf europäischer Ebene zu schaffen, beauftragte die EU-Kommission ein Konsortium, dem unter anderem der Dachverband European Federation for Intercultural Learning (EFIL) angehört. Ziel des Konsortiums ist es, einheitliche Regelungen und Vorschläge für alle Mitgliedstaaten zu entwerfen. Zusätzlich soll ein Schulungsprogramm zur Unterstützung von Schulen und Bildungsfachleuten erstellt werden, das die Einschätzung der schulischen Fähigkeiten, die im Ausland erworben wurden, verbessert. Neben dem AJA sind in diesem Gremium Bildungsministerien, Lehrer, Schulleitungen, Elternvertreter, Austauschorganisationen sowie weitere europäische Netzwerke vertreten.

Dr. Uta Wildfeuer vom AJA Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch nimmt als Vertreterin und Expertin für Deutschland an dem EU-Projekt zur Anerkennung von Auslandsschuljahren teil.

Weitere Informationen dazu im ersten Projekt-Newsletter.

Quelle: AJA Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch vom 12.02.2021

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