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Europa / Bildungspolitik

EU-Kommission finanziert fünf neue Kooperationsprojekte für Zentren der beruflichen Bildung

Bunte Buchstaben, die von mehreren Händen hochgehalten werden, formen das Wort 'Skills' (Kompetenzen)
Bild: © Rawpixel.com - AdobeStock

Die EU-Kommission wird fünf neue grenzüberschreitende Plattformen für berufliche Bildung finanzieren. Über das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ stehen für jede Plattform maximal 4 Mio. Euro zu Verfügung. Die Kooperationsprojekte sollen umweltfreundliche Innovationen und die ökologische Gestaltung von Städten, Mikroelektronik sowie die Möbel- und Holzbranche unterstützen.

Modernisierung des Bildungssektors fördern

Unter 55 Bewerbungen wurden fünf Plattformen für berufliche Exzellenz neu ausgewählt, an denen 167 Partnerorganisationen aus 17 Mitgliedstaaten und 4 weiteren am Programm Erasmus+ teilnehmenden Ländern beteiligt sind. Die Projekte stehen im Einklang mit der europäischen Agenda für Kompetenzen und dem Vorschlag für eine Empfehlung des Rates zur beruflichen Aus- und Weiterbildung für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und Resilienz, den die Kommission am 1. Juli vorgelegt hat.

Der für die Förderung unserer europäischen Lebensweise zuständige Kommissionsvizepräsident, Margaritis Schinas, sagte dazu: „Europa braucht eine Revolution im Kompetenzbereich, die alle Menschen mitnimmt und niemanden zurücklässt. Zu diesem Zweck haben wir kürzlich eine neue, ambitionierte, innovative und messbare Agenda für Kompetenzen vorgelegt. Die Initiative der Zentren für berufliche Exzellenz wird die Modernisierung des Bildungssektors weiter fördern, wovon sowohl junge Menschen als auch Erwachsene profitieren, die eine Weiterbildung oder Umschulung benötigen. Diese Initiative trägt dazu bei, innovative Partnerschaften zwischen Unternehmen und Bildungseinrichtungen aufzubauen und gemeinsame Aktivitäten mit anderen Bereichen der allgemeinen und beruflichen Bildung einzubinden.“

Über die Zentren für berufliche Exzellenz

Zentren für berufliche Exzellenz (Centres of Vocational Excellence - CoVEs) sorgen dafür, dass es genügend hoch qualifizierte Arbeitskräfte gibt. Sie dienen häufig als Wissens- und Innovationszentren für Unternehmen (insbesondere KMU) und fördern bei ihren Absolvent(inn)en die unternehmerische Initiative. Zentren aus verschiedenen Ländern mit gemeinsamen Interessensschwerpunkten auf bestimmten Branchen können über internationale Kooperationsplattformen zusammenarbeiten.

In den Zentren der beruflichen Exzellenz versammelt sich ein breites Spektrum lokaler, regionaler und nationaler Partner aus verschiedenen Ländern, wie etwa Anbieter beruflicher Erstausbildung und Weiterbildung, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und technische Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Kammern, Sozialpartner, Sozialunternehmen, nationale und regionale Behörden und Entwicklungsagenturen, öffentliche Arbeitsverwaltungen, Organisationen im Bereich soziale Eingliederung und Wiedereingliederung. Gemeinsam schaffen sie sogenannte „Kompetenzökosysteme“ als Treiber für regionale Entwicklung, Innovation, Industrie-Cluster und soziale Inklusion.

Darüber hinaus bahnen diese Exzellenzzentren auch Partnerschaften zwischen Unternehmen und Bildungseinrichtungen bei den Themen Ausbildungsplätze und Praktika an und sie analysieren in Kooperation mit ihren Partnern den künftigen Qualifikations- und Kompetenzbedarf. So können wir jungen Menschen durch hervorragende berufliche Qualifikationen den Start ins Berufsleben ermöglichen und sowohl Nachwuchsarbeitskräften als auch Erwachsenen das Rüstzeug für eine erfolgreiche Laufbahn in der Arbeitswelt von morgen an die Hand geben. Die Zentren der beruflichen Exzellenz werden sich aktiv am Aufbau von Partnerschaften für die Weiterbildung und Umschulung der Arbeitskräfte im Rahmen des Europäischen Pakts für Kompetenzen beteiligen.

Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vom 30.07.2020

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