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Europa / Sozialpolitik

Erstmals mehr als 25.000 Auszubildende mit Erasmus+ im Ausland

Auszubildende der Automechanik bekommen etwas erklärt
Bild: © Monkey Business - Fotolia.com

Noch nie waren Deutschlands Auszubildende so mobil wie 2019. Die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung gab im Mai Förderzusagen für 25.800 Stipendien aus dem EU-Programm Erasmus+ für Auszubildende. Im Vergleich zu 2018 ist dies eine Steigerung von 2.700 Stipendien bzw. zwölf Prozent.

Zusammen mit weiterer Förderprogrammen sowie selbstfinanzierten Auslandsaufenthalten dürften etwa sieben Prozent aller Jugendlichen, die eine Berufsausbildung in Deutschland absolvieren, einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland absolvieren. Erasmus+ fördert dabei mehr als zwei Drittel aller Auslandsaufenthalte. Zusammen mit 5.600 Ausbilderinnen und Ausbildern bzw. Berufsschullehrerinnen und Berufsschullehrern sind erstmals mehr 30.000 Menschen aus Deutschland mit Erasmus+ mobil. Dies zeigen aktuelle Zahlen der Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB).

Erasmus+ trägt zur Attraktivität der beruflichen Bildung bei

„Ohne die umfangreiche Unterstützung der EU mit dem Programm Erasmus+ hätten viele junge Menschen nicht die Möglichkeit gehabt, neue berufliche Perspektiven zu entwickeln und ihren Horizont zu erweitern. Erasmus+ trägt maßgeblich zur Attraktivität der beruflichen Bildung bei. Erasmus+ ist trotz Brexit so attraktiv wie noch nie und erfreut sich großer Akzeptanz“, sagt Klaus Fahle, Geschäftsführer der NA beim BIBB.

Höchststand auch in der Erwachsenenbildung

Auch in der Erwachsenenbildung wird 2019 ein neuer Höchststand erreicht: Mehr als 2.200 Dozentinnen und Dozenten der Erwachsenenbildung sind mit Erasmus+ in Europa mobil, hier beträgt der Anstieg sogar 52 Prozent oder 750 Stipendien. Für die beteiligten Einrichtungen in der Erwachsenenbildung ist dies ein wichtiger Beitrag zur Personal- und Organisationsentwicklung.

Mobilität ist auch für die EU von großer Bedeutung

Die wachsende Mobilität ist auch für die Europäische Union von großer Bedeutung. „Es gibt kein überzeugenderes Argument für die EU und gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz als die persönliche Erfahrung. Nur wer das Fremde nicht kennt, hat Angst davor. Wir haben jetzt europaweit die Schallmauer von zehn Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern seit 1987 erreicht. Erasmus+ ist eine einmalige Erfolgsgeschichte“, erklärt Klaus Fahle.

Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung vom 16.05.2019

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