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Europa / Kinder- und Jugendpolitik

Erstes europapolitisches Jugendtreffen in Baden-Württemberg

„Europa bietet den jungen Menschen so viele Chancen wie noch nie. Die wachsende Mobilität und der gestärkte Wettbewerb bringen aber auch neue Herausforderungen mit sich. Die junge Generation muss sich Fragen stellen, die die ältere Generation bislang nicht kannte“, erklärte der baden-württembergische Minister für Bundes-, Europa und internationale Angelegenheiten, Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, am vergangenen Samstag beim ersten europapolitischen Jugendtreffen in Stuttgart.

Ausgehend von einem Jungwählerforum der Landeszentrale für politische Bildung und der EU-Kommission zur Europawahl 2009 ist die Initiative zum ersten europapolitischen Jugendtreffen in Baden-Württemberg entstanden. Mehr als 120 Jugendliche aus Jugendverbänden und Jugendorganisationen trafen sich am Samstag im Business Center der Mercedes-Benz Arena, um sich unter dem Motto "Europa.Politik.Wir" mit Vertretern der Europapolitik und in verschiedenen Arbeitsgruppen über ihre Fragen zur EU, ihre Kritik und ihre Vorschläge auszutauschen.

Ziel sei es, den jungen Menschen Europa näher zu bringen und ihnen zu zeigen, was die EU ganz konkret für ihr tägliches Leben bedeutet. „Die Wahlbeteiligung der Erst- und Jungwähler bei der Europawahl lag deutlich unter dem noch guten Landesdurchschnitt von 52 Prozent“, sagte Reinhart. „Die junge Generation profitiert von der Europäischen Integration wie keine andere Generation zuvor. Es ist aber auch wichtig, dass die Beteiligungsrechte gerade von der Jugend genutzt werden und alle gemeinsam Europa mitgestalten“, betonte Reinhart. Der Minister dankte den Teilnehmern des europäischen Jugendtreffens für ihr Engagement: „Sie investieren einen ganzen Tag in unsere Zukunft, denn Europa ist unsere Zukunft.“

Neben einer Vielzahl an Chancen bringe Europa aber auch neue Anforderungen mit sich, auf die gerade die jungen Menschen sich einstellen müssen. „Austauschprogramme und internationale Begegnungen stärken unseren Blick für die Anliegen und die Kultur in anderen Ländern. Die Jugend von heute kann europaweit ohne Grenzen leben, arbeiten und eine Ausbildung erfahren“, so Reinhart. Das heiße aber auch, dass man sich mit jungen Osteuropäern, Franzosen, Spaniern oder Skandinaviern messen müsse. Der europäische Vergleich sei nicht zu fürchten. „Sie haben alle Chancen in Europa, nutzen Sie sie“, appellierte Reinhart an die Teilnehmer des europapolitischen Jugendtreffens.

Ziel der baden-württembergischen Europapolitik sei es, den Grundsatz der Subsidiarität in Europa konsequent durchzuhalten. „Nicht jede Aufgabe in Europa ist eine Aufgabe für Europa“, sagte Reinhart. „Wir wollen nicht, dass Brüssel und Straßburg alles für alle regeln“, so Reinhart. Dem Prinzip der Subsidiarität folgend sei es wichtig, dass nicht alles zentral geregelt, sondern möglichst viel vor Ort aufgegriffen und dort erledigt werde. Minister Reinhart appellierte an die Jugendverbände, das Thema Europa in der Verbandsarbeit mit einem eigenen Schwerpunkt zu besetzen.

Quelle: Staatministerium Baden-Württemberg

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