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Europa / Kinder- und Jugendpolitik

„Erasmus for All“: Europäisches Netzwerk DARE wendet sich gegen Vorschlag der EU-Kommission

Screenshot EU-Kommissionsseite "erasmus-for-all"
Bild: Ilja Koschembar

Jugend- und Bildungsprojekte werden auf EU-Ebene bisher über die Programme Jugend in Aktion und Lebenslanges Lernen gefördert. Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, so wird sich das in Zukunft ändern. Ein einziges großes Programm mit dem Titel „Erasmus for All“ soll die erfolgreichen Einzelprogramme ablösen.

Das auf europäischer Ebene aktive Netzwerk für Demokratie- und Menschenrechtsbildung DARE hat erhebliche Zweifel, ob das primär auf berufliche Verwertbarkeit ausgerichtete Bildungsprogramm den demokratischen Herausforderungen des krisengeschüttelten Europas gerecht werden kann. Anliegen der Demokratiebildung, von Partizipation und Bürgerbeteiligung droht die Marginalisierung, Nichtregierungsorganisationen und freien Trägern der non-formalen Bildung wird der Zugang erschwert, der Verwaltungsaufwand droht – trotz anderweitiger Behauptungen der EU-Kommission – zu wachsen.
 
In fünf Punkten setzt sich DARE ausführlich mit dem Vorschlag der Kommission auseinander und bezieht Stellung. Dabei kann das europäische Netzwerk auf die fachliche Expertise und Erfahrung seiner 52 Mitgliedsorganisationen aus 27 europäischen Ländern bauen, die ihren Schwerpunkt in den Bereichen Politische Bildung und Menschenrechtsbildung haben.
 
Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) ist Gründungsmitglied von „DARE – Democracy and Human Rights Education in Europe“ und teilt die dargelegte Position zum Programmvorschlag „Erasmus for All“.
 
 Quelle: Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten
 

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