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Europa

Kommission macht Tempo bei Umsetzung der Job-Initiative für junge Menschen

Zwei junge Lehrer sitzen gemeinsam am Tisch und arbeiten.
Bild: © MAURICIOJORDAN - Fotolia.com

Die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen soll in den EU-Ländern schneller umgesetzt werden: Die Kommission will den Einsatz von Sonderfondsmitteln in Höhe von 6 Mrd. Euro beschleunigen.

Am 11. Juli werden Kommission und Mitgliedstaaten in einem Fachseminar in Brüssel die aus der Beschäftigungsinitiative finanzierten Maßnahmen gemeinsam planen, damit die Auszahlung der Mittel an alle förderfähigen Mitgliedstaaten so bald wie möglich beginnen kann.

Sozialkommissar László Andor unterstrich, dass aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen, aus der 6 Mrd. Euro bereitgestellt werden können, bereits viele Mitgliedstaaten gegenwärtig aktiv Maßnahmen umsetzen, damit die Jugendgarantie Wirklichkeit werden kann. Ebenso steht der alljährlich mit einem Etat von über 10 Mrd. Euro ausgestattete Europäische Sozialfonds dafür zur Verfügung.

Mit der Finanzierung von Arbeitsplätzen, Lehrstellen, Praktika oder Weiterbildungsangeboten fördert die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen unmittelbar die Umsetzung der Jugendgarantie. Sie unterstützt junge Menschen bis 25 Jahre (oder bis 29 Jahre, wenn der betreffende Mitgliedstaat sich dafür entscheidet), die derzeit weder in Arbeit noch in Ausbildung sind und in Regionen wohnen, in denen die Jugendarbeitslosigkeit im Jahr 2012 über 25 Prozent lag. 20 Mitgliedstaaten, in denen es solche Regionen gibt, können eine Förderung aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen erhalten. Da in keiner Region in Deutschland die Jugendarbeitslosigkeit 2012 über 25 Prozent lag, erhält Deutschland keine Mittel aus der Initiative.

Die nationalen Behörden müssen ihre operationellen Programme, in denen sie die zu finanzierenden Maßnahmen beschreiben, mit der Kommission nach den einschlägigen Verordnungen des EU-Ministerrats und des Europäischen Parlaments abstimmen. Bislang hat die Kommission das operationelle Programm Frankreichs für die Beschäftigungsinitiative genehmigt; Italiens Programmentwurf befindet sich in der Endphase der Diskussion mit der Kommission. Andere Mitgliedstaaten, darunter Bulgarien, Kroatien, Irland, Polen und Schweden, sind mit ihren aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen zu finanzierenden Projekten ebenfalls schon weit fortgeschritten.

Mehr zur Beschäftigungsinitiative hier und in der ausführlichen Pressemitteilung.

Einen Überblick über die EU-Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in einem Hintergrund-Memo in englischer Sprache hier.

Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vom 08.07.2014