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Sozialpolitik / Europa

Europaministerin Müller begrüßt EU-Initiative zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit

Stempel mit EU-Fahne
Bild: © RioPatuca Images - Fotolia.com

Bayerns Europaministerin Emilia Müller hat die Vorschläge der EU-Kommission zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa begrüßt: „Die Senkung der Jugendarbeitslosigkeit vor allem in Süd- und Osteuropa ist eine Schlüsselherausforderung für die Zukunft Europas."

Müller: „Die von EU-Kommissar László Andor vorgeschlagene Jugendgarantie setzt an der richtigen Stelle an. Sie wird die großen Herausforderungen nicht mit einem Aufschlag bewältigen, ist aber ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die Umsetzung der Jugendgarantie wird Aufgabe der einzelnen Mitgliedsstaaten sein. Sie muss als Weckruf aus Brüssel verstanden werden. Denn jetzt sind die betroffenen Mitgliedsstaaten gefragt, entsprechende Maßnahmen und Reformen zu ergreifen.“

Nach den Worten der Europaministerin erfüllen Deutschland und Bayern bereits weitgehend die Ziele der vorgeschlagenen Jugendgarantie. „Unser duales System der Berufsausbildung ist außerordentlich erfolgreich und kann jetzt in der Krise zum echten deutschen Exportschlager werden. Die bayerische Europapolitik wird das Werben für die duale Berufsausbildung künftig noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Daneben gibt es bei uns ein umfassendes Angebot der Bundesagentur für Arbeit und der Träger der Grundsicherung sowie erfolgreiche Bundes- und Länderprogramme am Übergang Schule-Beruf. Mit all diesen Maßnahmen sichern wir für Deutschland und Bayern eine stabile wirtschaftliche Zukunft und sozialen Zusammenhalt und können in Europa Maßstäbe setzen,“ so Müller.

EU-Sozialkommissar László Andor hat am Mittwoch, 05. Dezember, in Brüssel ein sogenanntes Jugendpaket vorgelegt. Darin macht die EU-Kommission insbesondere einen Vorschlag für eine Ratsempfehlung zur Implementierung von „Jugendgarantien“ in den Mitgliedsstaaten. Dabei soll allen Jugendlichen binnen vier Monaten nach Schulabschluss oder Verlust des Arbeitsplatzes ein Angebot über einen Arbeitsplatz, eine Weiterbildung, eine Ausbildungsstelle oder eine Praktikantenstelle gemacht werden. Die Umsetzung der Jugendgarantie wird alleinige Aufgabe der Mitgliedsstaaten sein. Entsprechende Maßnahmen sollen über den europäischen Sozialfonds ESF gefördert werden können. Die kommende irische EU-Ratspräsidentschaft strebt an, die Ratsempfehlung im Februar 2013 zu verabschieden.

Quelle: Bayerische Staatsregierung vom 05.12.2012