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Aktion Sühnezeichen Friedensdienste fordert Berufung von Versöhnungsinitiativen in Stiftungsrat

In einem offenen Brief an die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat Aktion Sühnezeichen Friedensdienste heute zum nach wie vor ungelösten Streit um die Forderungen des Bundes der Vertriebenen (BdV) hinsichtlich der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ Stellung genommen.

Die Notwendigkeit weiterer Schritte zur deutsch-polnischen Versöhnung lege es nahe, „schon lange im Dienste der Versöhnung aktive zivilgesellschaftliche Organisationen in den Stiftungsrat zu berufen - und keinesfalls noch mehr Mitglieder des BdV,“ sagt Dr. Christian Staffa, Geschäftsführer von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. „Auch der Vorschlag, das geplante Zentrum aus der organisatorischen Zuordnung des Deutschen Historischen Museums zu lösen, stellt nicht nur Machtpolitik im schlechtesten Sinne dar. Er ist auch der Sache, Flucht und Vertreibung im Europa des 20.Jahrhunderts stärker in das gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken, nicht im Ansatz dienlich.“ 

Christoph Heubner, ehemaliger ASF-Mitarbeiter und Vorstand der von ASF und der Stadt Oswiecim gegründeten Stiftung der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz/Oswiecim, hatte am 23. Dezember 2009 in einem Kommentar für den Berliner Tagesspiegel Erika Steinbach dringend gebeten, von ihrer Kandidatur Abstand zu nehmen - um des eigenen Anliegens der gesellschaftlichen Anerkennung von Flucht und Vertreibung in Europa und der deutsch-polnischen Versöhnung willen. Diese Bitte wird von Aktion Sühnezeichen unterstützt. 

Als Organisation, die mit jungen und alten Menschen in dreizehn Ländern in Ost-, Mittel- und West-Europa sowie Israel und USA arbeitet- darunter sind auch Vertriebene sowie auffallend häufig Freiwillige mit einem familiären Hintergrund von Flucht und Vertreibung - hat Aktion Sühnezeichen Friedensdienste den Rat der EKD nun in dem offenen Brief an die Ratsvorsitzende Margot Käßmann gebeten , die Linie der EKD-Kulturbeauftragten Petra Bahr deutlich zu stärken. 

Mehr Informationen unter:

http://www.asf-ev.de/aktuelles/nachrichten/2010/12010/offener_brief_an_ekd_ratsvorsitzende_margot_kaessmann/

Quelle: Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.

 

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