Sie sind hier: Startseite  Im Fokus  Europa

Europa

30 Netzwerke mit einer Stimme: "Erasmus für alle" wird den selbsterklärten Zielen nicht gerecht

4 Männchen setzen ein Puzzle zusammen
Bild: © AKS - Fotolia.com

Zukunftsfähige Bildung benötigt eine Stärkung von nicht formalem Lernen und aktive Organisationen der Zivilgesellschaft.

30 verschiedene europäische Netzwerke für europäische Bildungsarbeit und zivilgesellschaftliches Engagement haben in einem gemeinsamen Kommunique ein erhebliches Verbesserungspotenzial im Programmvorschlag zu „Erasmus für alle“ festgestellt.

Unterstützer des Papiers sind Organisationen wie z.B.:

  •     das europ. Studentenforum "AEGEE",
  •    "EUCIS-LLL", die europäische Plattform für zivilgesellschaftliches Engagement im Rahmen des Lebenslangen Lernens,
  •     "solidar", das europäische Netzwerk für soziale Gerechtigkeit,
  •     das Europäische Jugendforum,
  •     "obessu" - der europäische Dachverband nationaler Schüler- und Schülervertretungsorganisationen,
  •     "esha" - die europäische Vereinigung von Schulleitern und Schulleiterinnen

und viele andere.

Die Organisationen betonen, dass ein Bildungsprogramm nicht nur Beschäftigungsfähigkeit zum Ziel haben darf, sondern wertvoll für die Förderung einer aktiven europäischen Bürgerschaft und sozialer Kohäsion ist. Sie fordern dabei eine klare Herausstellung der Rolle des nicht formalen Lernens und kritisieren die soziale Dimension des Programms – insbesondere die mangelnde Unterstützung für die Teilnahme benachteiligter Jugendlicher.

Die Gruppe betont, dass auch in der Stärkung und Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Organisationen dringender Nachholbedarf besteht: „Als Multiplikatoren spielen sie eine wichtige Rolle, indem sie Akteure in der Bildungs- und Jugendarbeit informieren, sie in Kooperationen und die Politikformulierung auf EU-Ebene einbeziehen und Ergebnisse von Kooperationen verbreiten“. Während die europäischen Verbände bisher aus Programmen wie JUGEND IN AKTION und Jean Monnet unterstützt werden konnten, wird nunmehr lediglich von einem „Politikdialog“ gesprochen.

Mit der Stellungnahme kündigen die Netzwerke auch an, Anfang 2012 ausführliche Änderungsvorschläge vorzulegen, um die EU-Institutionen dabei zu unterstützen, „wirklich zukunftsfähige, umfassende sowie innovations- und nutzerfreundliche Programme für Bildung, Ausbildung und Jugend“ zu entwickeln.

Die Stellungnahme können Sie auf den Seiten von JUGEND für Europa herunterladen.

Quelle: jugendpolitikineuropa.de

Info-Pool