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„Die Seele Europas erspüren“ – Beginn des Europäischen Kulturerbejahrs in Deutschland

Logo des Europäischen Kulturerbejahrs 2018
Bild: © Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz

Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen, Projekten und Initiativen findet unter dem Motto „Sharing Heritage“ 2018 in ganz Europa das Europäische Kulturerbejahr statt. Im Fokus steht das Gemeinschaftliche und Verbindende europäischer Kultur. Insbesondere junge Menschen sollen in diesem Jahr für Europa begeistert und über das kulturelle Erbe informiert werden.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat das Europäische Kulturerbejahr in Deutschland eröffnet. Bei der Auftaktveranstaltung in Hamburg erklärte Grütters: „Mit dem Europäischen Kulturerbejahr laden wir dazu ein, im Austausch über unsere gemeinsamen Wurzeln und Werte der Seele Europas nachzuspüren. Die Frage danach, worauf Europa aufgebaut ist, was uns ausmacht als Europäerinnen und Europäer, ist heute drängender denn je angesichts der vielerorts zu beobachtenden Erosion der europäischen Einigung. Ich bin überzeugt: Nur als Wertegemeinschaft hat die Europäische Union eine Zukunft! Denn nur so weckt die europäische Idee jenen Enthusiasmus, der Europa vor einem Rückfall in Abschottung, Gewalt und Unfreiheit bewahren kann.“

Junge Menschen für Europa begeistern

Monika Grütters betonte: „Deshalb wollen wir vor allem junge Menschen in Europa dazu bewegen, unsere Geschichte zu ergründen und zu erfahren, was wir Europäerinnen und Europäer inzwischen geschafft haben: das Gemeinsame über das Trennende zu stellen sowie unterschiedlichen Kulturen, Religionen, Traditionen und Träumen, Lebensentwürfen und Weltanschauungen eine Heimat zu bieten. Genau diese Offenheit für Vielfalt ist es, die Europas Wertegemeinschaft im Kern ausmacht: Sie ist Ausdruck von Humanität.“

Staatsministerin Grütters sagte dies auch unter dem Eindruck ihres Besuches des Mahnmals St. Nikolai, das sie im Vorfeld der Auftaktveranstaltung besichtigt hatte. Als zentraler Erinnerungsort ist das bedeutende Kulturdenkmal den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft zwischen 1933 und 1945 gewidmet.

Veranstaltungen, Projekte und Initiativen

Mit dem Europäischen Kulturerbejahr rücken die EU-Mitgliedsstaaten das gemeinsame europäische Kulturerbe mit einer Vielzahl an Veranstaltungen, Projekten und Initiativen in den Fokus der Öffentlichkeit. Schwerpunkt in Deutschland ist dabei das bauliche und archäologische Erbe.

Alle öffentlichen und privaten Träger, Bewahrer und Vermittler des kulturellen Erbes sind aufgerufen, am Programm für das Europäische Kulturerbejahr mitzuwirken. Einen Überblick über die bislang 130 geplanten Projekte und Veranstaltungen bietet die Internetplattform www.sharingheritage.de.

Deutschland gehört zu den Initiatoren

Aus dem Etat der Kulturstaatsministerin werden bundesweit 38 Projekte und Initiativen rund um das Europäische Kulturerbejahr 2018 unterstützt. Für diese gesamtstaatlich bedeutsamen Projekte stehen insgesamt 7,2 Millionen Euro aus dem Etat der Kulturstaatsministerin zur Verfügung. Zu den ursprünglich 34 geförderten Vorhaben kamen Ende 2017 noch vier weitere Projekte hinzu. Darunter sind ein grenzüberschreitendes deutsch-französisches Park- und Gartenprojekt, ein eigens für das Kulturerbejahr gegründetes europäisches Folk-Ensemble und ein Literaturfestival, das den Geschichtenschatz europäischer Länder erlebbar macht.

Deutschland gehört zu den Initiatoren des Europäischen Kulturerbejahres. Das Programm zum Themenjahr in Deutschland koordiniert das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz im Auftrag von Bund, Ländern und Kommunen. Die von der Kulturstaatsministerin zur Verfügung gestellten Bundesmittel ergänzen das Engagement der Länder und Kommunen sowie Dritter.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung  vom 08.01.2018

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