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Sozialpolitik / Europa

Diakonie fordert politische Debatte über wirksame Armutsbekämpfung

Berlin (DW EKD) - Die Diakonie will einen stärkere politische Debatte anstoßen, die dazu beitragen soll, die Armut in Deutschland und Europa wirksam zu bekämpfen.

„Armutsverhinderung braucht einen breiten gesellschaftlichen Konsens. Diesen herzustellen, darin sehe ich eine wichtige Aufgabe der Diakonie und der Freien Wohlfahrtspflege in unserer deutschen und in den europäischen Gesellschaften“, sagte Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik am Freitag in Berlin. 

„Wir sind dankbar, dass auf europäischer Ebene die Zusammenhänge von gewissenlosem Finanzgebaren und den Folgen für die Menschen in ihrem Miteinander in den Gesellschaften deutlich werden“, hob Kottnik beim Jahresempfang der Diakonie hervor, der im Zeichen des „Europäischen Jahres 2010 zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“ stand.

„Dass viele arme Menschen unter uns leben, dass sie ständig in ihrer Würde verletzt werden, das muss uns umtreiben und das kann kein Zustand sein, den wir einfach hinnehmen“, betonte Kottnik. „Dies kann und soll durch ein solches Jahr mit gemeinsamen Aktionen und dem europäischen Erfahrungsaustausch gelingen.“

Kottnik begrüßte unter den 250 Gästen aus Politik, Kirche und Diakonie ganz besonders den Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Jerzy Buzek, der das Europäische Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung für die Diakonie eröffnete, und Ministerin Ursula von der Leyen, die mit ihrem Bundesministerium für Arbeit und Soziales diese Aktion federführend in Deutschland umsetzt.

Weitere Informationen zum Diakonie-Jahresempfang 2010 und zu den Aktivitäten der Diakonie gegen Armut und soziale Ausgrenzung finden sich im Internet unter www.diakonie.de.

Quelle: Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) e.V.