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Europa / Bildungspolitik

Deutsch-französische Mobilität in der Berufsbildung – Fakten, Trends und Herausforderungen

Hände in deutschen und französischen Nationalfarben
Bild: © Nelos - Fotolia.com

Politisch wie wirtschaftlich sind Frankreich und Deutschland eng verbunden. Die aktuellen Austauschzahlen in der Berufsbildung spiegeln dies jedoch nicht wider. Lediglich 6 Prozent der deutschen und 8 Prozent der französischen Personen, die in der Berufsbildung einen Auslandsaufenthalt realisieren, wählen das jeweilige Partnerland. Dies möchten beide Regierungen ändern.

Der deutsch-französische Ministerrat hat im Sommer 2017 in Paris beschlossen, die Mobilität junger Menschen weiter zu erhöhen, insbesondere auch die von Auszubildenden. In der Folge fand anlässlich des 55. Jahrestages der Unterzeichnung des Elysee-Vertrages im Januar 2018 in der französischen Botschaft in Berlin der „Deutsch-Französische Tage der Mobilität von Auszubildenden in Europa“ statt.

Chancen junger Menschen steigen, wenn ihre Ausbildung sie international fit macht

Politisch wie wirtschaftlich sind Frankreich und Deutschland eng verbunden. Die deutsch-französische Beziehung ist zentral für Europa, und Frankreich ist für Deutschland einer der wichtigsten Partner im Außenhandel. Waren und Dienstleistungen von rund 170 Milliarden Euro werden pro Jahr ausgetauscht. Das prägt die beiden Volkswirtschaften und auch die Arbeitsplätze ganz konkret. Viele Menschen in Deutschland sind beruflich mit französischen Kunden, Zulieferern und Dienstleistern in Kontakt. Es stärkt die Chancen junge Menschen, wenn ihre Ausbildung sie international fit macht, und es stärkt die Wettbewerbsfähigkeit beider Volkswirtschaften, wenn die Berufsbildung auch internationale Berufskompetenz vermittelt.

Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung steigern

Die aktuellen Austauschzahlen in der Berufsbildung spiegeln derzeit nicht die politische und wirtschaftliche Bedeutung der Partnerschaft wider. So gehen von allen Personen in der Berufsbildung, die einen Auslandsaufenthalt realisieren, derzeit 6 Prozent der Deutschen nach Frankreich und 8 Prozent der Franzosen nach Deutschland. Daher ist es eine Bestrebung beider Regierungen, Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung insgesamt zu steigern, insbesondere auch in das jeweilige Partnerland.

Fakten, Trends und Herausforderungen

Als Zeichen dieser Bestrebungen hat die NA beim BIBB ein Hintergrundpapier zum deutsch-französischen Austausch (PDF, 413 KB) im Rahmen des Erasmus+-Programms erstellt. Der  Erfahrungsbericht von Laura Nordhoop von ihrem Auslandsaufenthalt als angehende Restaurantfachfrau in Frankreich gibt einen Eindruck der Bedeutung solcher praktischer Erfahrungen im Ausland. Die Stiftung Genshagen ist engagiert im deutsch–französischen Austausch und hat eine lesenswerte Analyse zur Weiterentwicklung des Austausches in der Berufsbildung vorgelegt.

Quelle: Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung vom 12.04.2018

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