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Europa / Kinder- und Jugendpolitik

DBJR fordert den Erhalt eines eigenständigen EU-Jugendprogramms

Der Deutsche Bundesjugendring verfolgt mit großer Sorge, dass die EU-Kommission in einem neuen Programm „Bildung Europa“ ab 2014 alle bisher bestehenden Programme in den Bereichen Bildung und Jugend zusammenzufassen will.

„Zahlreiche Mitgliedstaaten, das Europäische Parlament und die Zivilgesellschaft haben sich in Beschlüssen, Positionen und Konsultationen klar für die Fortführung und Weiterentwicklung des bestehenden Programms JUGEND IN AKTION ausgesprochen“, sagt  die stellvertretende DBJR-Vorsitzende Kathrin Moosdorf. „Das darf nicht durch die EU-Kommission ignoriert werden“, betont sie.

Die Pläne der EU-Kommission hätten zur Folge, dass JUGEND IN AKTION als jugendpolitische Initiative der EU nicht mehr sichtbar wäre und seine Wirkung verloren ginge. Am 23. November 2011 wird die Veröffentlichung der Vorschläge für den rechtlichen Rahmen des neuen Programms durch die  EU-Kommission erwartet.

Zuletzt hatte die Bundesregierung noch einmal für ein eigenständiges EU-Programm ab 2014 geworben und vor dem Infragestellen der jugendpolitischen Ziele der EU gewarnt. Mit JUGEND IN AKTION werden bis 2013 mehr als eine Million junge Europäer wertvolle non-formale Bildungs- und Mobilitätserfahrungen gesammelt haben. Das Programm unterstützt die europäische Jugendarbeit und europäische Jugendpartizipation. Ohne ein eigenständiges Programm – ausgestattet mit einem eigenen Budget, in dem sich wesentlich die bisherigen Förderbereiche von JUGEND IN AKTION (und damit auch der Gruppenaustausch) wiederfinden – setzt die EU-Kommission aus Sicht des Deutschen Bundesjugendrings das mühsam erworbene Vertrauen und die Akzeptanz von Europa bei der jungen Generation leichtfertig aufs Spiel. Auch die Frage nach der Zukunft des Strukturierten Dialogs der Jugend bleibe offen; ebenso ob die Jugendpolitik ihre Zuständigkeit an die Bildungspolitik verliere und sich auf nationaler Ebene in der Verantwortung von drei Bundesministerien verliere.

Quelle: Deutscher Bundesjugendring