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Europa / Nachhaltigkeit

Bundesjugendvertretung: Klimaschutz ist Kinderrecht

Auf einer Strasse sidn die Turnschuhe von jemanden zu sehen, der vor dem Wort Future steht.
Bild: © Bits and Splits - fotolia.com

Die österreichische Bundesjugendvertretung (BJV) unterstützt die Individualbeschwerde von jungen Menschen bei den Vereinten Nationen, die den Staaten vorwerfen, zu wenig gegen die Klimakrise zu tun. Vor dem Hintergrund der Wahlen in Österreich fordert die BJV in ihrem Kinder- und Jugendprogramm eine „ambitionierte Klimapolitik für eine nachhaltige Zukunft“, z.B. durch die Verankerung des Klimaschutzes in der Verfassung und eine ökologische Steuerpolitik.

„Kinder und Jugendliche haben Rechte! Diese Rechte müssen in allen Lebensbereichen gewahrt und gestärkt werden. Fehlende Maßnahmen zum Klimaschutz sind ein Verstoß gegen Kinderrechte, weil die zukünftige Lebensgrundlage junger Menschen zerstört wird. Die globalen Auswirkungen unseres Ressourcenmissbrauchs sind heute schon spürbar,“ so die Vorsitzende der Bundesjugendvertretung (BJV) Caroline Pavitsits.

Individualbeschwerde bei den Vereinten Nationen

Die BJV unterstützt die Individualbeschwerde von Klimaaktivistin Greta Thurnberg, die erst kürzlich gemeinsam mit 15 Kindern und Jugendlichen bei den Vereinten Nationen eingereicht wurde. (jugendhilfeportal.de berichtete) Den UN-Mitgliedsstaaten wird vorgeworfen nicht genug gegen die Klimakrise zu unternehmen. Dadurch werden Kinderrechte verletzt, zu denen sich auch Österreich in der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet hat.

Eine ambitionierte Klimapolitik für eine nachhaltige Zukunft

„Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt haben das Recht, auf einem nachhaltigen Planeten und ohne Umweltgefahren aufzuwachsen. In Sachen Klimapolitik stehen wir als Gesellschaft an einem Scheideweg. Dass nun Kinder und Jugendliche sich selbst an den Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen wenden, um ihre Rechte und Anstrengungen für den Klimaschutz einzuklagen, begrüßen wir sehr.“, so BJV-Vorsitzende Isabella Steger. Die BJV betont aber, dass sich die Beschwerde nicht nur an einzelne UN-Mitgliedsstaaten richten sollte, sondern die Politik weltweit ein stärkeres Bewusstsein für dringende Klimamaßnahmen braucht.

Mit Blick auf die österreichischen Nationalratswahlen fordert die BJV in ihrem Kinder- und Jugendprogramm eine ambitionierte Klimapolitik für eine nachhaltige Zukunft. Gefordert wird u.a. die Verankerung des Klimaschutzes in die Verfassung sowie eine ökosoziale Steuerreform und eine Klimasteuer auf Treibhausgasse, die ein soziales Ausgleichsmodell beinhaltet.

Quelle: Österreichische Bundesjugendvertretung vom 27.09.2019

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