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Europa / Kinder- und Jugendpolitik

Bundesjugendvertretung: Kinderarmut in Österreich stoppen

Ein Erwachsener gibt einem Kind einzelne Geldmünzen in die Hand
Bild: rawpixel.com

Am 29. September 2019 wählt Österreich einen neuen Nationalrat. Die Bundesjugendvertretung (BJV) appelliert an die Parteien, die soziale Absicherung von Kindern und Jugendlichen auch im Wahlkampf nicht aus den Augen zu verlieren und fordert Maßnahmen zur Armutsbekämpfung.

„Jedes 5. Kind in Österreich ist von Armut betroffen oder bedroht. Besonders zum Schulstart erleben viele Familien einen großen finanziellen Einschnitt, betroffen sind vor allem Mehrkindfamilien und Alleinerziehende. Wir fordern die Politik auf, endlich Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderarmut zu setzen!“, so BJV-Vorsitzende Caroline Pavitsits.

Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderarmut

Konkret fordert die BJV, dass der Anspruch auf Unterhaltsvorschuss ausgebaut und die Beantragung vereinfacht wird. Um zeitgemäße Richtsätze zu ermitteln, wird außerdem eine aktuelle Kinderkostenstudie gefordert. Alle Kinder müssen eine Garantie auf Unterhalt in ausreichender Höhe erhalten. Wenn die festzulegenden Richtsätze unterschritten werden, braucht es dafür staatliche Zuschüsse. Zudem braucht es eine Kindergrundsicherung, um einen angemessenen Lebensstandard für alle Kinder zu gewährleisten.

Situation von Kindern verbessern und ijhre Rechte wahren

„Die Politik muss bei der Lebenssituation der Betroffenen ansetzen und notwendige Rahmenbedingungen schaffen. Es kann nicht sein, dass in einem reichen Land wie Österreich Kinder unter prekären Verhältnissen aufwachsen müssen und die Politik tatenlos dabei zusieht.“, so Pavitsits. Als Interessenvertretung aller Kinder und Jugendlichen in Österreich appelliert die BJV an die Politik die Situation von Kindern zu verbessern und die Rechte von Kindern zu wahren.

Quelle: Österreichische Bundesjugendvertretung vom 28.08.2019