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Bildungsrat entschärft Benchmarks für die Mobilität zu Lernzwecken

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Die Kommission hatte in ihrem Vorschlag mehr gewollt. Nun beschlossen die Bildungsminister eine eigene Variante.

Nachdem die Kommission im Mai 2011 einen Vorschlag für weitere Benchmarks im Bildungsbereich vorgelegt hatte, beschlossen nun die Bildungsminister der EU auf ihrer Sitzung am 28.-29. November 2011 ihre eigene Version. Danach sollen die fünf existierenden Benchmarks im Bildungsbereich um weitere für ‚Mobilität zu Lernzwecken’ ergänzt werden.

Die fünf existierenden Benchmarks:

  •     95% der Kinder sollen eine Vorschuleinrichtung besuchen;
  •     der Anteil von 15Jährigen, die ungenügende Leistungen in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaft aufweisen, soll 15% nicht überschreiten;
  •     der Anteil der Schulabbrecher sollte weniger als 10% betragen;
  •     der Anteil der 30-34Jährigen mit einer tertiären Bildung sollte mindestens 40% betragen;
  •     wenigstens 15% der 25-64Jährigen sollten am ‚Lebenslangen Lernen’ partizipieren.


Zusätzlich sollen nun bis 2020 erreicht sein:

  •  Mindestens 20% der Absolventen höherer Bildungsgänge (Hochschulbildung und gleichgestellte Bildungsgänge) sollen mindestens drei Monate ihrer Ausbildung im Ausland absolviert haben. Dies entspricht dem Vorschlag der Kommission.
  • Mindestens 6% der 18-34Jährigen in der Beruflichen Bildung sollten mindestens zwei Wochen zu Ausbildungs- oder Qualifizierungszwecken im Ausland verbracht haben. Hier hatte die Kommission mindestens 10% und einen Auslandsmindestaufenthalt von drei Wochen vorgeschlagen.
  • Im Bereich der nicht formalen Bildung bleiben die Bildungsminister ungenau. Während der Kommission ein Mindestaufenthalt von drei Wochen im Ausland im Rahmen einer „strukturierten Aktivität“ des formalen oder nicht-formalen Lernens und eine Erhöhung des Anteils der 15-34Jährigen um 30% vorschwebte, setzte der Rat nun erst einmal fest, dass es einen „globalen Mibilitätsindikator“ geben soll, der „jegliche Lernerfahrung“ im Ausland in allen Bildungsbereichen inklusive nicht formaler Kontexte meint, unabhängig von seiner Dauer. Wörtlich heißt es: „Dies ist ein globaler Indikator für Lernmobilität, welcher es möglich macht, jegliche Art von Lernerfahrung im Ausland zu registrieren, an denen junge Menschen teilhaben. Er deckt Lernmobilität jeglicher Dauer in formalen Bildungs- und Ausbildungssystemen auf jedem Niveau sowie Lernmobilität in nicht formalen Kontexten, inklusive Jugendbegegnungen und Freiwilligen Aktivitäten ab.“

Sie können sich das Dokument "Draft Council conclusions on a benchmark for learning mobility" auf den Seiten von JUGEND für Europa herunter laden.

Quelle: jugendpolitikineuropa.de

 

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