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Sozialpolitik / Europa

Berlin unterstützt Europäisches Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung

Armut geht uns alle an. Berlin gilt zwar als deutsche Hartz-IV-Hauptstadt, aber Armut gibt es überall in Deutschland.

Umfragen ergeben: Jeder elfte Bundesbürger sieht sich als arm an, 27 Prozent nehmen Armut in der Verwandtschaft wahr, 36 Prozent in ihrem weiteren Umfeld. Das “Europäische Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung“, das heute beginnt, will das Bewusstsein für Armut und soziale Ausgrenzung schärfen und all denen den Rücken stärken, die Armutsprobleme im Alltag aktiv angehen. 

“Mit neuem Mut" lautet das Motto des Aktionsjahres. Die Europabeauftragte des Landes Berlin und Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement, Staatssekretärin Monika Helbig: “Ich begrüße es außerordentlich, dass die drängenden sozialen Themen wie die immer weiter um sich greifende Armut jetzt auch im europäischen Rahmen angesprochen werden. Europa zeigt sein soziales Gesicht. Die Zeiten, in denen Europa lediglich ein Synonym für Wirtschafts- und Währungspolitik, für Milchseen und Butterberge waren, sind endgültig vorbei.‚Äù Berlin, so Helbig weiter, beteilige sich aktiv am “Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung“.

Fünf von 40 Projekten in Deutschland, die die Europäische Kommission und der Bund ausgewählt haben und die mit insgesamt rund 1,4 Millionen Euro gefördert werden, kommen aus Berlin:

 

  • Arm ist nicht, wer wenig hat, Förderverein Kindertheater ATZE e.V.
  • Bunte Nachbarschaften - Künstlerische Sozialraumgestaltung , FUSION - Intercultural Projects Berlin e.V.
  • De-formen per-formen , Spastikerhilfe Berlin e.V. Wir werden gesehen!
  • Junge Frauen im Strafvollzug - sehen und gesehen werden , WeTek Berlin GmbH
  • Werkbank statt Parkbank , Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg.

Jedes dieser Berliner Projekte bekommt jeweils bis zu 40.000 Euro. Außerdem wird das “Europäische Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ Schwerpunktthema der von der Berliner Europabeauftragten organisierten Europawoche vom 2. bis 10. Mai sein. Es wird ferner thematisch im Zentrum der von ihr durchgeführten EU-Bürgerforen im Juni und November sowie der Europa-Quizreihe „Mitten im Leben - mitten in Europa“ stehen.

Helbig: “Wir werden das europäische Aktionsjahr nutzen, um zu zeigen, was jeder einzelne und was die Gesellschaft insgesamt gewinnt, wenn wir soziale Ausgrenzung und Armutsrisiken verringern". Öffentlichkeit und Politik sollen mit dem “Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ auf verschiedenen Ebenen für mehr Engagement gewonnen werden. Die Arbeit der Wohlfahrtsverbände, der unabhängigen Betroffenenverbände und die Initiativen freier Träger sollen Anerkennung und nachhaltige Stärkung erfahren. Zusätzlich werden Unternehmen ermutigt, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich freiwillig gesellschaftlich zu engagieren.

Mehr Informationen unter: http://www.mit-neuem-mut.de

Quelle: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

 

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