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Europa / Sozialforschung

Abwärtstrend: Weniger Menschen in der EU von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht

Geldbörse mit Kleingeld
Bild: © Marco2811 - Fotolia.com

Zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut am 17. Oktober veröffentlicht Eurostat, das Statistische Amt der Europäischen Union, aktuelle Zahlen zur Armut in der EU. Diese belegen einen Abwärtstrend beim Anteil der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen in der Europäischen Union. Es sind jedoch immer noch über 115 Millionen Menschen betroffen.

Im Jahr 2016 waren 117,5 Millionen Personen bzw. 23,4% der Bevölkerung in der Europäischen Union von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht.

Das bedeutet, dass sie sich in mindestens einer der folgenden drei Situationen befanden:

  • sie waren nach Zahlung von Sozialleistungen von Armut bedroht (Einkommensarmut),
  • sie litten unter erheblicher materieller Deprivation
  • oder lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit.

Nachdem der Anteil der Personen in der EU, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, zwischen den Jahren 2009 und 2012 dreimal in Folge gestiegen war und fast 25% erreicht hatte, ist er seither stetig gesunken und lag letztes Jahr bei 23,4%, nur 0,1 Prozentpunkte über seinem Tiefstand von 2009.

Die Verringerung der Anzahl der Personen in der EU, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, ist eines der Kernziele der Strategie Europa 2020.

Die gesamte Pressemitteilung (PDF, 313 KB) kann im englischen Original auf der Webseite von Eurostat zum abgerufen werden.

Quelle: Europäische Kommission vom 16.10.2017