EU-Jugendstrategie / Kinder- und Jugendpolitik

Strukturierter Dialog: EU-Jugendkonferenz verabschiedet Empfehlungen für ein inklusives, vielfältiges und vernetztes Europa

Blatt Papier mit dem Programm der EU-Jugendkonferenz
Bild: © Isilay Isilar

Košice, die Stadt mit 240.000 Einwohner im Osten der Slowakei, war in der ersten Oktoberwoche in Sachen Jugend die wichtigste Stadt in Europa: Für vier Tagen kamen dort Jugend- und Ministeriumsvertreter aus allen 28 EU-Ländern zusammen. Sie diskutierten über die Herausforderungen für junge Menschen und entwickelten 16 gemeinsame Empfehlungen.

Als Grundlage für die Debatten bei der EU-Jugendkonferenz in Košice dienten Meinungen, Vorschläge und Forderungen von mehr als 65.000 jungen Menschen. Diese waren in den Monaten zuvor in ganz Europa zusammengetragen worden.
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Die gemeinsamen Empfehlungen der EU-Jugendkonferenz in Košice gliedern sich in acht Themen und beschreiben was junge Menschen brauchen, um mit gesellschaftlichen Veränderungen umgehen und das gesellschaftliche Zusammenleben in Deutschland und Europa aktiv mitgestalten zu können.

  • Zugang zu hochwertigen und kritischen Informationen
  • Junge Menschen unter Druck: Widerstandsfähigkeit und Selbstvertrauen aufbauen
  • Angst und Intoleranz überwinden – Vielfalt erleben
  • Ein Bildungssystem, in dem junge Menschen ihre Potenziale entfalten können
  • Gesellschaftliches Engagement junger Menschen fördern, insbesondere für schwächere Gruppen
  • Das Vertrauen junger Menschen in das Projekt Europa wieder aufbauen
  • Mobilitätsprogramm: Beschäftigung und Bildung für alle
  • Der Einfluss von Jugendarbeit und Jugendverbänden für alle jungen Menschen

    ›› Gemeinsame Empfehlungen auf Deutsch
    ›› Gemeinsame Empfehlungen auf Englisch

Am Ende der Konferenz wurden die Empfehlungen offiziellen Vertreter/ -innen der EU-Kommission, des Europaparlaments und den Jugendministerien der EU-Länder vorgestellt. Ende November wird sich zudem der EU-Jugendministerrat in Brüssel in einer ersten Diskussion damit auseinandersetzen, um anschließend ein offizielles Dokument mit Empfehlungen für die Mitgliedsstaaten und die EU-Kommission zu erarbeiten. Dieses soll im Mai 2017 verabschiedetet werden.

Parallel dazu läuft der Strukturierte Dialog weiter: Im dritten und letzten Schritt geht es darum, dass junge Menschen gemeinsam mit Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung konkrete Umsetzungsvorschläge zu den Empfehlungen entwickeln und Beispiele guter Praxis zusammentragen. In Deutschland findet dazu Mitte November die Dialogveranstaltung "JuPiD 2016 - Jugend und Politik im Dialog"  statt. Die Ergebnisse aus den einzelnen EU-Ländern bilden die Grundlage für die dritte EU-Jugendkonferenz zum Thema "Zusammenleben mitgestalten" im März 2017.

Quelle: Deutscher Bundesjugendring

Info-Pool

EU-Jugendstrategie: Informationen zur Umsetzung

  • EU-Jugendstrategie 2019 - 2027
    Europaflagge vor blauen Himmel
    © moonrun - fotolia.com

    Mit der EU-Jugendstrategie legen die Mitgliedsstaaten der EU die Eckpunkte ihrer jugendpolitischen Zusammenarbeit bis zum Jahr 2027 fest. Der Rat hat die EU-Jugendstrategie am 26. November 2018 unter dem Titel „Entschließung des Rates der Europäischen Union und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedsstaaten über einen Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa: Die Jugendstrategie der Europäischen Union 2019-2027“ beschlossen.

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  • Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland
    Wehende Deutschlandfahne vor blauem Himmel
    mwillms - flickr.com

    Gemäß der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland sind sowohl der Bund als auch die Länder für die Umsetzung der EU-Jugendstrategie zuständig. Hierfür ergreifen Bund und Länder in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen Maßnahmen unter Einbezug der Akteure der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sowie junger Menschen selbst.

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  • EU-Jugenddialog
    Logo des EU-Jugenddialogs
    © DBJR

    Junge Menschen haben das Recht, bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, gefragt und einbezogen zu werden. Das gilt auch für die europäische Ebene. Die Beteiligung Jugendlicher an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie geschah bis Ende 2018 im Rahmen des sogenannten Strukturierten Dialogs mit der Jugend. Seit 2019 heißt der Strukturierte Dialog nun EU-Jugenddialog.

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  • Youth Goals – Europäische Jugendziele
    Gelbes Logo der Youth Goals mit schwarzer Schrift
    Mireille van Bremen

    Die Youth Goals sind in die EU-Jugendstrategie 2019-2027 eingeflossen und damit in den Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa. Verantwortliche aus Politik und Verwaltung auf allen Ebenen sollen die Ziele als Anregung nutzen, um Politik im Sinne junger Menschen zu gestalten.

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  • Mehr Europa in der deutschen Kinder- und Jugendhilfe
    fünf Hände formen einen Stern
    © tbel - Fotolia.com

    Eine der vorrangigen Zielsetzungen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ist es, mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe zu bringen. Mehr Europa bedeutet, die alltägliche Arbeit in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe europäisch zu denken, zu verstehen und auszugestalten. In der Praxis gibt es bereits vielfältige europäische und internationale Projekte sowie transnationale Arbeitsansätze. Die Erfahrungen zeigen, dass dies eine Bereicherung für die Jugendhilfe darstellt. Der fachliche Mehrwert einer stärkeren europäischen Ausrichtung soll daher kommuniziert und beispielhaft vermittelt werden.

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Videos zur EU-Jugendstrategie

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