EU-Jugendstrategie

Perspektive zur EU-Jugendstartegie: Zweite Phase der Umsetzung soll konkret und partizipativ gestaltet werden

Eine Gruppe aus befreundeten Mädchen und Jungen lacht gemeinsam.
Bild: © Andriy Petrenko / Fotolia.com

Die Bund-Länder AG verständigt sich auf wichtige Orientierungslinien für die Arbeit zwischen 2014 und 2016 in den Bereichen „Partizipation“ und „Übergänge und soziale Integration“.

Auf dieser Grundlage wird  nun das Arbeitsprogramm für die nächsten drei Jahre entstehen. Mit Blick auf Partizipation beabsichtigt die Bund-Länder AG die Weiterentwicklung des Strukturierten Dialogs, wozu unter anderem die Förderung auf Landesebene gehört, aber auch die Absicht, den Dialog weiter auf die lokale und kommunale Ebene zu bringen. Die Verbreiterung des Wissens über und der Zugänge zum Strukturierten Dialog ist ebenfalls vorgesehen, was beispielweise die Kooperation mit Schulen und der Kultusministerkonferenz beinhaltet.

Auch die Nutzung der Ergebnisse aus den Multilateralen Kooperationsprojekten (MKP) steht auf der Agenda. Die im MKP Youthpart entwickelten Empfehlungen für eine erfolgreiche e-Partizipation sollen weiter verbreitet und ihre Anwendung gefördert werden.  Darüber hinaus wollen Bund und Länder mit den relevanten Akteuren ein Konzept erarbeiten, um Partizipation auf der Grundlage eines Bottom-up-Prozesses an der Neuausrichtung der EU-Jugendstrategie für die Zeit nach 2018 zu gewährleisten.

Innerhalb des Themenkorridor „Soziale Integration und gelingende Übergänge in Arbeit“ wird die Bund-Länder sich um diese drei übergreifenden Themen kümmern:

  • grenzübergreifende Mobilität als Lernfeld im Kontext der Gestaltung von Übergängen zwischen Schule und Beruf,
  • Partizipation junger Menschen in der Ausgestaltung von Angeboten der Jugendsozialarbeit im Übergangsbereich und
  • nicht formale Bildung als besondere Qualität von Jugendhilfeangeboten im Übergangsbereich.

Auch hier beeinflussten europäische Debatten und bisherige Erfahrungen aus der Umsetzung sowie Erkenntnisse aus dem MKP „transitions“ die inhaltliche Ausrichtung.

Ein intensiver Austausch mit Fachkräften zu diesen Fragestellungen hat sich die Bund-Länder AG unter anderem für den nächsten Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag vorgenommen. Die Mitglieder der AG führen dazu ein Fachforum im Sonderprogramm „Europa“ durch, dessen Konzeptionierung ebenfalls in der Sitzung Thema war.

ERASMUS+ JUGEND IN AKTION STELLT SICH VOR

Auch den Start des neuen EU-Programms Erasmus+ wollen die Länder nutzen, um für die Umsetzung der EU-Jugendstrategie vor Ort zu werben. Vor diesem Hintergrund wurde das Angebot von JUGEND für Europa mehr als willkommen geheißen, das Jahr 2014 für eine gemeinsame Launchingtour in allen Bundesländern zu nutzen. Unter dem Stichpunkt „Mehr Europa in der Kinder- und Jugendhilfe“ sollen Anknüpfungspunkte zwischen den europäischen Aktivitäten von Trägern der öffentlichen Jugendhilfe und den freien Trägern sowie den inhaltlichen und fachpolitischen Potenzial des neuen Programms im Sinne der EU-Jugendstrategie herausgestellt werden. Um Praxisnähe zu gewährleisten sollen die Veranstaltungen sich an den jeweiligen europapolitischen Debatten auf Länderebene orientieren und Projekte, Träger mit Erfahrungen und Beispielen guter Praxis einbinden.

Den Abschluss der ersten Umsetzungsphase mit ihrer letzten Sitzung wird die Bund-Länder AG für ein Arbeitstreffen in Brüssel nutzen und sich mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen EU-Regionen austauschen.

Quelle: www.jugendpolitikineuropa.de

INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitung CC BY-NC-ND 3.0

Info-Pool

EU-Jugendstrategie: Umsetzung in Deutschland

  • EU-Jugendstrategie 2019 - 2027
    Europaflagge vor blauen Himmel
    © moonrun - fotolia.com

    Mit der EU-Jugendstrategie legen die Mitgliedsstaaten der EU die Eckpunkte ihrer jugendpolitischen Zusammenarbeit bis zum Jahr 2027 fest. Der Rat hat die EU-Jugendstrategie am 26. November 2018 unter dem Titel „Entschließung des Rates der Europäischen Union und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedsstaaten über einen Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa: Die Jugendstrategie der Europäischen Union 2019-2027“ beschlossen.

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  • Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland
    Wehende Deutschlandfahne vor blauem Himmel
    mwillms - flickr.com

    Gemäß der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland sind sowohl der Bund als auch die Länder für die Umsetzung der EU-Jugendstrategie zuständig. Hierfür ergreifen Bund und Länder in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen Maßnahmen unter Einbezug der Akteure der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sowie junger Menschen selbst.

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  • EU-Jugenddialog
    Logo des EU-Jugenddialogs
    © DBJR

    Junge Menschen haben das Recht, bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, gefragt und einbezogen zu werden. Das gilt auch für die europäische Ebene. Die Beteiligung Jugendlicher an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie geschah bis Ende 2018 im Rahmen des sogenannten Strukturierten Dialogs mit der Jugend. Seit 2019 heißt der Strukturierte Dialog nun EU-Jugenddialog.

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  • Youth Goals – Europäische Jugendziele
    Gelbes Logo der Youth Goals mit schwarzer Schrift
    Mireille van Bremen

    Die Youth Goals sind in die EU-Jugendstrategie 2019-2027 eingeflossen und damit in den Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa. Verantwortliche aus Politik und Verwaltung auf allen Ebenen sollen die Ziele als Anregung nutzen, um Politik im Sinne junger Menschen zu gestalten.

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  • Mehr Europa in der deutschen Kinder- und Jugendhilfe
    fünf Hände formen einen Stern
    © tbel - Fotolia.com

    Eine der vorrangigen Zielsetzungen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ist es, mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe zu bringen. Mehr Europa bedeutet, die alltägliche Arbeit in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe europäisch zu denken, zu verstehen und auszugestalten. In der Praxis gibt es bereits vielfältige europäische und internationale Projekte sowie transnationale Arbeitsansätze. Die Erfahrungen zeigen, dass dies eine Bereicherung für die Jugendhilfe darstellt. Der fachliche Mehrwert einer stärkeren europäischen Ausrichtung soll daher kommuniziert und beispielhaft vermittelt werden.

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Videos zur EU-Jugendstrategie

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