EU-Jugendstrategie

Perspektive 2013: EU-Jugendministerrat will soziale Inklusion junger Menschen voranbringen

Würfel mit der Aufschrift Zukunft
Bild: © Marco2811 - Fotolia.com

Mit der Novembersitzung des EU-Rates Bildung, Jugend, Kultur und Sport am 27.11.2012 haben die Mitgliedstaaten ihr jugendpolitisches Arbeitsprogramm für dieses Jahr abgeschlossen und ihre Schwerpunkte für 2013 definiert.

Das gilt sowohl für die Weiterentwicklung des Strukturierten Dialogs als auch für die Frage nach den jugendpolitischen Prioritäten für die zweite Phase der Umsetzung der EU-Jugendstrategie.

Für letzteres wurde der „Gemeinsame Bericht  des Rates und der Kommission über die Umsetzung des erneuerten Rahmens für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa“ angenommen. Was bereits in anderen Politikbereichen der EU Praxis ist, wird jetzt auch für die EU-Jugendstrategie umgesetzt. Rat und Kommission einigen sich auf gemeinsame Formulierungen und Absichten, wenn es um die Bewertung des Fortschritts der jugendpolitischen Zusammenarbeit und die neuen jugendpolitischen Herausforderungen geht. Als Grundlage diente der von der Europäischen Kommission im September vorlegte EU-Jugendbericht (siehe NEWS), dessen Analyse und politischen Schlussfolgerungen sich die Mitgliedstaaten zu großen Teilen anschließen. Dennoch sind Änderungen im Detail auszumachen. So gibt es bei den neuen jugendpolitischen Prioritäten eine differenziertere Gewichtung als im EU-Jugendbericht. Die Schwerpunkte der jugendpolitischen Zusammenarbeit der nächsten drei Jahre sollen weiterhin auf den Bereichen „Beschäftigung und Unternehmergeist, Verbesserung des Zugangs zur Beschäftigung sowie Entwicklung der innovativen und kreativen Fähigkeiten junger Menschen“ liegen. Die Themen "Soziale Inklusion" und "Gesundheit und Wohlbefinden" sollen aber stärker in den Vordergrund gerückt werden.

Empfohlen wird auch, die Koordinierung der Peer-Learning-Tätigkeiten weiter auszubauen. Die Kommission und die Mitgliedstaaten wollen Daten, Fakten und Beispiele bewährter Praktiken in den Mitgliedstaaten besser für ein wirksameres Voneinander-Lernen nutzen. Außerdem sollen Indikatoren, Daten und gute Politik- und Praxisbeispiele sichtbarer und ausführlicher in zukünftigen EU-Jugendberichten abgebildet werden.

In den ebenfalls in der Ratssitzung verabschiedeten Schlussfolgerungen zur Teilhabe und sozialer Inklusion von jungen Menschen mit Migrationshintergrund macht der Rat deutlich, dass neben dem übergreifenden Inklusionsverständnis auch weiterhin zielgruppenorientierte Politikstrategien notwendig sind. Die vom zypriotischen EU-Vorsitz eingebrachte Initiative richtet sich an junge Menschen, die selbst oder deren Eltern aus einem anderen Land (EU oder Drittstaat) kommen und sich rechtmäßig in der EU aufhalten.

Quelle: jugendpolitikineuropa.de

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Info-Pool

EU-Jugendstrategie: Umsetzung in Deutschland

  • Grundlagen zur EU-Jugendstrategie

    Die Staaten der Europäischen Union haben sich auf das jugendpolitische Ziel verständigt, bis 2018 die Lebenslagen junger Menschen zu verbessern. Dafür sollen mehr Möglichkeiten und mehr Chancengleichheit für alle jungen Menschen in Bildung und Arbeit geschaffen werden. Auch das freiwillige Engagement junger Menschen und ihre soziale Eingliederung junger Menschen soll gestärkt werden.

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  • Die Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland
    Wehende Deutschlandfahne vor blauem Himmel
    mwillms - flickr.com

    Der Bund und die Länder setzen die EU-Jugendstrategie in Deutschland gemeinsam um. Sowohl der Bund als auch die Länder haben ihre Positionen zur Ausrichtung der jugendpolitischen Zusammenarbeit der EU im Vorfeld eingebracht. Impulse aus der EU-Jugendstrategie sollen als Motor für die Weiterentwicklung und Qualifizierung von Praxis und Politik der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland nutzbar gemacht werden.

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  • Arbeitsprogramm von Bund und Ländern
    Team
    © Woodapple - Fotolia.com

    Es gibt vielfältige Aktivitäten zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland. Bund und Länder setzen eine Reihe von Maßnahmen individuell um, haben sich aber auch eine gemeinsame Agenda gesetzt. Das Arbeitsprogramm der Bund-Länder Arbeitsgruppe zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland für den Zeitraum 2014 – 2018 beschreibt konkrete fachliche Vorhaben. Im Fokus steht dabei, Entscheidungsträger und Fachkräfte der Kinder und Jugendhilfe, insbesondere auf der kommunalen Ebene, zu erreichen.

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  • Mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe
    fünf Hände formen einen Stern
    © tbel - Fotolia.com

    Eine der vorrangigen Zielsetzungen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ist es, mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe zu bringen. Mehr Europa bedeutet, die alltägliche Arbeit in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe europäisch zu denken, zu verstehen und auszugestalten. In der Praxis gibt es bereits vielfältige europäische und internationale Projekte sowie transnationale Arbeitsansätze. Die Erfahrungen zeigen, dass dies eine Bereicherung für die  Jugendhilfe darstellt. Der fachliche Mehrwert einer stärkeren europäischen Ausrichtung soll daher kommuniziert und beispielhaft vermittelt werden.

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  • EU-Jugenddialog – Strukturierter Dialog
    Logo des EU-Jugenddialogs
    © DBJR

    Junge Menschen haben das Recht, bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, gefragt und einbezogen zu werden. Das gilt auch für die europäische Ebene. Die Beteiligung Jugendlicher an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie geschah bis Ende 2018 im Rahmen des sogenannten Strukturierten Dialogs mit der Jugend. Seit 2019 heißt der Strukturierte Dialog nun EU-Jugenddialog.

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  • Youth Goals – Europäische Jugendziele
    Gelbes Logo der Youth Goals mit schwarzer Schrift
    Mireille van Bremen

    Die Youth Goals fassen zusammen, welche Themen junge Menschen in Europa bewegen und was sie von Jugendpolitik bzw. von Politik für junge Menschen erwarten und sind in die EU-Jugendstrategie 2019-2027 eingeflossen.

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  • Die EU-Jugendstrategie 2019 - 2027
    Europaflagge vor blauen Himmel
    © moonrun - fotolia.com

    Am 26. November 2018 nahm der Rat der EU eine Entschließung mit dem Titel „Entschließung des Rates der Europäischen Union und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten über einen Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa: Die Jugendstrategie der Europäischen Union 2019-2027“ an. Damit legten die Mitgliedstaaten die Eckpunkte der jugendpolitischen Zusammenarbeit für die nächsten neun Jahre fest.

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Videos zur EU-Jugendstrategie

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