EU-Jugendstrategie / Kinder- und Jugendpolitik

Öffentliche Konsultation: Zwischenevaluierung der EU-Jugendstrategie durch die Europäische Kommission

Jugendliche liegen auf dem Boden und rufen etwas
Bild: © Syda Productions - Fotolia.com

Nach Veröffentlichung des externen Evaluationsbericht hat die EU-Kommission nun eine öffentliche Konsultation auf den Weg gebracht. Mit ihr sollen Erfahrungen und Ideen von Akteuren aus dem Jugendbereich, von jungen Menschen und interessierten Bürgern eingeholt werden.

Die Europäische Kommission führt aktuell die Zwischenbewertung der jugendpolitischen Zusammenarbeit der EU 2010 bis 2018 (EU-Jugendstrategie) durch.
Der Prozess wurde mit der Veröffentlichung einer externen Evaluierung im Mai 2016 begonnen.

Mit der "Evaluierung der EU Jugendstrategie und der Empfehlung des Rates über die Mobilität junger Freiwilliger innerhalb der EU" gibt es erstmals einen Überblick über die Relevanz und Wirksamkeit der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit ersten Schlussfolgerungen für die Zeit nach 2018.

Zum Evaluierungsbericht der Europäischen Kommission hat JUGEND für Europa ein Resümee veröffentlicht (siehe NEWS).

In einem zweiten Schritt wurde jetzt eine öffentliche Konsultation auf den Weg gebracht.  Mit ihr sollen Erfahrungen und Ideen von Akteuren aus dem Jugendbereich und weiteren Sektoren, von jungen Menschen und auch von interessierten Bürgern und Bürgerinnen eingeholt werden. Die Konsultation ist somit für alle offen.

Der Fragebogen der Konsultation besteht aus 15 Fragen, die sich u.a. auf die Erkenntnisse aus der Evaluation beziehen. Es wird vor allem nach

  • dem Mehrwert der EU-Jugendstrategie gegenüber Maßnahmen auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene,
  • zukünftig gewünschten Schwerpunkten,
  • Möglichkeiten für eine effizientere Gestaltung von Maßnahmen der EU in der Jugendpolitik,

gefragt.

Der Fragebogen wird online ausgefüllt. Die Konsultation läuft bis zum 16. Oktober 2016.

Die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation und der externen Evaluierung werden danach von der Europäischen Kommission zusammengefasst und bewertet und als Arbeitspapier der zuständigen Kommissionsdienststelle voraussichtlich Ende dieses Jahres veröffentlicht. Möglicherweise enthält es auch erste Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung der jugendpolitischen Zusammenarbeit ab 2019.
Parallel dazu wird sich das Generaldirektorentreffen "Jugend" unter slowakischem EU-Vorsitz Anfang Oktober diesen Jahres mit den bisherigen Erkenntnissen befassen.

Ende Juni stellte eine Vertreterin des Referates "Jugendpolitik" der Europäischen Kommission in Bonn einige Auszüge aus dem Fahrplan zur Vorbereitung der zukünftigen jugendpolitischen Zusammenarbeit vor.

Danach sollen die Mitgliedstaaten Anfang 2017 von der Europäischen Kommission zur zukünftigen jugendpolitischen Zusammenarbeit konsultiert werden. Außerdem plant die Kommission eine größere "Stakeholder Konferenz" zu dem Thema, ebenfalls im nächsten Jahr. Weiter will das Referat "Jugendpolitik" Eurobarometer-Umfragen durchführen  lassen, die insbesondere die Ansichten und Meinungen junger Menschen einholen. Die Zukunft der jugendpolitischen Zusammenarbeit soll ebenfalls Thema  der nächsten European Youth Week werden, die in 2017 stattfinden wird.

Die Europäische Kommission wird mit der Erarbeitung ihres Vorschlages für eine zukünftige jugendpolitische Zusammenarbeit nach der Sommerpause 2017 beginnen und bis Ende des Jahres abschließen. Danach wird sie in Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten treten, was im Rahmen der Ratsarbeit stattfindet,
Im Ergebnis der Verhandlungen soll der abgestimmte Text zwischen der Kommission und dem Rat der EU dann als Gemeinsamer Bericht beider EU-Institutionen im Herbst 2018 angenommen und veröffentlicht werden.

Quelle: JUGEND für Europa - Service- und Transferstelle EU-Jugendstrategie

Info-Pool

EU-Jugendstrategie: Informationen zur Umsetzung

  • EU-Jugendstrategie 2019 - 2027
    Europaflagge vor blauen Himmel
    © moonrun - fotolia.com

    Mit der EU-Jugendstrategie legen die Mitgliedsstaaten der EU die Eckpunkte ihrer jugendpolitischen Zusammenarbeit bis zum Jahr 2027 fest. Der Rat hat die EU-Jugendstrategie am 26. November 2018 unter dem Titel „Entschließung des Rates der Europäischen Union und der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedsstaaten über einen Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa: Die Jugendstrategie der Europäischen Union 2019-2027“ beschlossen.

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  • Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland
    Wehende Deutschlandfahne vor blauem Himmel
    mwillms - flickr.com

    Gemäß der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland sind sowohl der Bund als auch die Länder für die Umsetzung der EU-Jugendstrategie zuständig. Hierfür ergreifen Bund und Länder in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen Maßnahmen unter Einbezug der Akteure der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sowie junger Menschen selbst.

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  • EU-Jugenddialog
    Logo des EU-Jugenddialogs
    © DBJR

    Junge Menschen haben das Recht, bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, gefragt und einbezogen zu werden. Das gilt auch für die europäische Ebene. Die Beteiligung Jugendlicher an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie geschah bis Ende 2018 im Rahmen des sogenannten Strukturierten Dialogs mit der Jugend. Seit 2019 heißt der Strukturierte Dialog nun EU-Jugenddialog.

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  • Youth Goals – Europäische Jugendziele
    Gelbes Logo der Youth Goals mit schwarzer Schrift
    Mireille van Bremen

    Die Youth Goals sind in die EU-Jugendstrategie 2019-2027 eingeflossen und damit in den Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa. Verantwortliche aus Politik und Verwaltung auf allen Ebenen sollen die Ziele als Anregung nutzen, um Politik im Sinne junger Menschen zu gestalten.

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  • Mehr Europa in der deutschen Kinder- und Jugendhilfe
    fünf Hände formen einen Stern
    © tbel - Fotolia.com

    Eine der vorrangigen Zielsetzungen der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ist es, mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe zu bringen. Mehr Europa bedeutet, die alltägliche Arbeit in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe europäisch zu denken, zu verstehen und auszugestalten. In der Praxis gibt es bereits vielfältige europäische und internationale Projekte sowie transnationale Arbeitsansätze. Die Erfahrungen zeigen, dass dies eine Bereicherung für die Jugendhilfe darstellt. Der fachliche Mehrwert einer stärkeren europäischen Ausrichtung soll daher kommuniziert und beispielhaft vermittelt werden.

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Videos zur EU-Jugendstrategie

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